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10:45 11.02.2019
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (beide SPD) Quelle: Rainer Jensen/dpa
Mainz

Absturz der SPD in zwei Bundesländern: Wenn in Rheinland-Pfalz und Niedersachsen die Landtage jetzt neu gewählt werden würden, würde die SPD von der CDU als stärkste Kraft abgelöst.

Die SPD würde in Rheinland-Pfalz 10 Prozentpunkte und in Niedersachsen knapp 9 Prozentpunkte verlieren, wie eine Forsa-Wahlumfrage für das RTL/n-tv-Trendbarometer zeigt. Zwar würde auch die CDU in beiden Ländern verlieren, aber vergleichen mit der SPD nur minimal. Damit würden die Christdemokraten Platz 1 einnehmen.

So sähe das Ergebnis in Rheinland-Pfalz aus

Bei einer rheinland-pfälzischen Landtagswahl zum jetzigen Zeitpunkt wäre die CDU der Umfrage zufolge stärkste politische Kraft vor der SPD. Demnach könnte die CDU mit 31 Prozent der Stimmen rechnen, die Regierungspartei SPD mit 26 Prozent.

Drittstärkste Partei wären derzeit die Grünen mit 14 Prozent vor der AfD (10 Prozent) und der FDP (8 Prozent). Die Linke hätte mit rund 5,0 Prozent der Stimmen Chancen auf den erstmaligen Einzug in den Landtag. Die nächste Landtagswahl ist turnusgemäß im Jahr 2021.

In Rheinland-Pfalz regiert die SPD derzeit in einer Koalition mit FDP und Grünen. Bei der Landtagswahl 2016 war die SPD mit 36,2 Prozent stärkste Kraft vor der CDU gewesen (31,8 Prozent). Dahinter landeten AfD (12,6 Prozent), FDP (6,2 Prozent) und Grüne (5,3 Prozent).

So sähe das Ergebnis in Niedersachsen aus

Bei einer niedersächsischen Landtagswahl käme die CDU derzeit auf 30 Prozent, die SPD auf 28 Prozent. Drittstärkste Partei wären die Grünen mit 17 Prozent vor der AfD mit 8 Prozent und der FDP mit 7 Prozent. Die Linke kommt auf 5 Prozent, auf die sonstigen Parteien entfallen ebenfalls 5 Prozent.

In Niedersachsen regiert derzeit eine Koalition aus SPD und CDU. Bei der Landtagswahl 2017 kam die SPD noch auf 36,9 Prozent, die CDU auf 33,6 Prozent. Die Grünen wurden drittstärkste Kraft (8,7 Prozent), gefolgt von der FDP (7,5 Prozent) und der AfD (6,2 Prozent). Die Linke (4,6 Prozent) zog nicht in den Landtag ein – hätte nun jedoch Chancen.

Wähler sind mit den SPD-Regierungschefs mehrheitlich zufrieden

Der Absturz der SPD liegt offensichtlich nicht an den sozialdemokratischen Regierungschefs der beiden Länder. 59 Prozent der Rheinland-Pfälzer sind zufrieden mit der Arbeit von Malu Dreyer. 62 Prozent der Niedersachsen schätzen die Arbeit von Stephan Weil positiv ein.

Dagegen wird die Arbeit der beiden Landesregierungen insgesamt etwas weniger gut benotet - 51 Prozent der Niedersachsen sind zufrieden mit der rot-schwarzen Koalition, 46 Prozent der Rheinland-Pfälzer mit dem Dreierbündnis aus SPD, Grünen und FDP. In beiden Ländern sind allerdings die Sympathiewerte für die Sozialdemokraten höher als für ihre Koalitionäre.

Koalitionsparteien schneiden unterschiedlich ab

In Niedersachsen sind 49 Prozent der Bürger zufrieden mit der Arbeit der Landes-SPD, aber nur 40 Prozent mit der der CDU. In Rheinland-Pfalz äußern sich 46 Prozent der Befragten zufrieden mit der SPD, aber nur 37 Prozent mit den Grünen und 27 Prozent mit der FDP.

Die Daten zur politischen Stimmung in Niedersachsen und Rheinland-Pfalz wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa vom 1. 2. bis 8. 2. 2019 im Auftrag der Mediengruppe RTL erhoben. Datenbasis: 1.010 Wahlberechtigte in Niedersachsen und 1.005 Wahlberechtigte in Rheinland-Pfalz. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.

Von RND/dpa/ngo

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