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Deutschland / Welt Zwei Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan verletzt
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21:38 10.07.2010
Quelle: ap

Bei einem Doppelanschlag im Norden Afghanistans sind am Sonnabend zwei Bundeswehrsoldaten leicht verletzt worden. Wie das Einsatzführungskommando in Potsdam mitteilte, ereignete sich der erste Anschlag am frühen Morgen in der Nähe des Wiederaufbauteams Kundus. Daraufhin sei Verstärkung an den Anschlagsort verlegt worden. Etwa eine Stunde später sei ein zweiter Anschlag verübt worden. Dabei seien die Soldaten auch mit Handfeuerwaffen beschossen worden.

Die Nato-Truppe ISAF meldete unterdessen den Tod von sechs US-Soldaten bei Angriffen und Sprengstoff-Explosionen im Osten und Süden Afghanistans. Drei von ihnen wurden bei der Detonation von am Straßenrand versteckten Sprengsätzen getötet, ein Soldat kam bei einem Feuergefecht ums Leben, ein fünfter während eines Angriffs von Aufständischen und der sechste bei einer Explosion, die durch einen Unfall ausgelöst wurde. Bereits am Freitag war bei einer Bombenexplosion ein australischer Soldat getötet worden, wie die australischen Streitkräfte am Sonnabend mitteilten.

In der östlichen Provinz Paktia wurden am Sonnabend elf Pakistaner erschossen, die für Einkäufe über die Grenze gekommen waren, wie ein Sprecher der Provinzregierung mitteilte. Der Minibus der Pakistaner, die der schiitischen Glaubensrichtung des Islams anhingen, sei überfallen worden. Die Mehrheit der Muslime in Pakistan und Afghanistan sind Sunniten.

Ein weiteres Todesopfer gab es in der südafghanischen Stadt Kandahar, wo am Sonnabend ein auf einem Motorrad befestigter Sprengsatz explodierte. Die Bombe sei offenbar per Fernsteuerung gezündet worden, teilte die Provinzregierung mit.

Demonstration in Masar-i-Scharif

In Masar-i-Scharif demonstrierten am Sonnabend mehr als 1.000 Afghanen gegen die ausländischen Truppen, nachdem bei einer nächtlichen Kommandoaktion zwei afghanische Wachmänner getötet worden waren. Nach Angaben eines NATO-Sprechers hatten die beiden Männer bei der Landung eines Hubschraubers mit ausländischen und afghanischen Soldaten nahe einem Basar ihre Waffen erhoben und sich geweigert, sie abzulegen. Bei der Razzia auf dem Basar sei ein Sprengstofflieferant der Taliban gefangengenommen worden, sagte der NATO-Sprecher. In Masar-i-Scharif sind mehr als 2.600 Bundeswehrsoldaten stationiert, der Zorn der Demonstranten richtete sich indes gegen die USA: Sie riefen „Nieder mit Amerika!“

Bei einer zweiten Razzia in der Provinz Paktia wurden nach NATO-Angaben ein Taliban-Funktionär getötet und acht weitere festgenommen. Anwohner erklärten indes, die Männer seien unbeteiligte Zivilisten.

ap

Libyen hat am Sonnabendabend den Frachter „Amalthea“, beladen mit Hilfsgütern und Medikamenten, in Richtung Gazastreifen geschickt. Das Schiff wird die Seeblockade aber nicht missachten und stattdessen im ägyptischen Hafen von El Arisch im Norden der Sinai-Halbinsel anlegen. Von dort aus sollen die Hilfsgüter ins nahe gelegene Gaza gebracht werden.

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