Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Deutschland / Welt „Wir verschleißen unser Personal“
Mehr Welt Politik Deutschland / Welt „Wir verschleißen unser Personal“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:17 05.02.2017
Bundespolizisten auf Streife. Quelle: dpa
Berlin

Bundespolizisten fielen im Jahr 2016 im Schnitt 28 Tage im Jahr krankheitsbedingt aus. Das sagte Jörg Radek, Vizechef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), zudem diese Zeitung gehört. In einigen Dienststellen seien es sogar 30 Tage und mehr gewesen. „Wir verschleißen unser Personal“, sagte Radek. Im Vorjahr waren Bundespolizisten durchschnittlich 25 Tage krank.

Einsätze an bayerisch-österreichischen Grenze

Im Bereich der Bundespolizeidirektion Berlin waren in den Monaten Oktober bis November 2016 im Durchschnitt jeden Tag 485 von regulär insgesamt 3100 Beamten krankgeschrieben, von Juli bis September waren es durchschnittlich 395. Besonders belastend seien die andauernden Abordnungen und Einsätze, etwa an der bayerisch-österreichischen Grenze, erklärt Radek.

Grünen-Experte von Notz fordert schnelle Entlastung

Der Grünen-Innenexperte Konstantin von Notz sieht die Ursache für die Probleme in einer fehlgeleiteten Personalpolitik des Bundesinnenministers Thomas de Maizière (CDU). Dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) sagte er: „Die Union und ihr Bundesinnenminister haben viel zu sehr auf Technik gesetzt, statt auf eine materiell wie personell gut ausgestattete Polizei. Das rächt sich heute bitter und war, auch vor dem Hintergrund stetig gestiegener Aufgaben der Bundespolizei, von der Grenzsicherung bis zur Begleitung von Pegida-Demos in Bahnhofsnähe, grob fahrlässig.“

Von Notz forderte eine „schnelle und spürbare Entlastung der Bundespolizei“. Hierzu gehöre „auch eine Überprüfung der Aufgaben“.

Von RND

Mit ihrem Kanzlerkandidaten erklimmt die SPD ungeahnte Umfrage-Höhen. Selbst der größte Albtraum für CDU und CSU scheint auf einmal wieder möglich zu sein. Doch auch Martin Schulz ist der Hype nicht ganz geheuer.

05.02.2017

Das Verbotsverfahren gegen den Verein der umstrittenen Al-Nur-Moschee in Berlin-Neukölln ist wieder aufgenommen worden. Das bestätigte ein Sprecher von Berlins Innnensenator Andreas Geisel (SPD) auf Anfrage der Märkischen Allgemeinen.

05.02.2017

Der Streit um die Flüchtlingspolitik hatte CDU und CSU entzweit. Nun wollen sich die beiden Schwesterparteien wieder zusammenraufen. Doch ein Reizthema dürfte auch das Treffen in München überdauern.

05.02.2017