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Deutschland / Welt Weitere Luftangriffe der türkischen Armee in Syrien
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15:57 28.01.2018
Die Türkische Militäroperation „Olivenzweig“ forderte innerhalb einer Woche bereits 484 Todesopfer – die türkische Armee setzt die Luftangriffe fort. Quelle: AP
Istanbul


Vor gut einer Woche ist das türkische Militär in Syrien eingerückt, um gegen die Kurdenmiliz YPG vorzugehen. Nun hat die türkische Luftwaffe erneut Stellungen kurdischer Milizen bombardiert. In der Nacht zu Sonntag haben die Streitkräfte nach eigener Aussage vor allem Verstecke und Waffenlager der kurdischen Volksschutzeinheiten YPG in Afrin angegriffen.

Der türkische Staatssender TRT meldete, dass zusätzlich Stellungen der YPG am Berg Barsaja nahe der türkischen Grenze unter Beschuss standen – und schließlich eingenommen wurden. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London bestätigte verstärkte Bombardements am Sonntag.

Insgesamt 484 kurdische Milizen neutralisiert

Seit Beginn der Offensive am seien 484 gegnerische Kämpfer „neutralisiert“ worden, hieß es weiter. Mit „neutralisiert“ ist in der Regel getötet gemeint, der Begriff kann aber auch verletzt oder gefangen genommen bedeuten. Die kurdischen Milizen bestätigten das zunächst nicht.

Die Türkei hatte die Offensive am 20. Januar zunächst mit Luftangriffen begonnen und rückte einen Tag später unterstützt von der Freien Syrischen Armee (FSA) mit Bodentruppen in Nordwestsyrien vor. Nach Angaben von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan wurden seit Beginn des Einsatzes 20 Soldaten und verbündete FSA-Kämpfer getötet.

Militäroffensive soll Einfluss der Kurden in Syrien einschränken

Die YPG ist mit den USA im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verbündet. Für das Nato-Mitglied Türkei ist die YPG der verlängerte Arm der kurdischen Arbeiterpartei PKK und damit eine Terrororganisation. Sie kontrolliert entlang der syrisch-türkischen Grenze große Gebiete. Mit der Militäroffensive will die Türkei eine langfristige kurdische Kontrolle der Grenzgebiete verhindern.

Weltweit protestieren Kurden gegen das militärische Vorgehen der Türkei in Syrien. Über 20.000 Kurden kamen etwa zu einer Großdemonstration am Sonnabend nach Köln, die wegen verbotener Symbole und Auseinandersetzungen allerdings frühzeitig beendet werden musste.

Von RND/dpa

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