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Deutschland / Welt VW verkauft so viele Autos wie noch nie
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21:35 27.04.2011
Alles glänzend: VW veröffentlichte seine Quartalszahlen. Quelle: dpa

Volkswagen rast derzeit im Bugatti-Tempo auf sein Ziel der weltweiten Marktführerschaft zu. In den ersten drei Monaten des Jahres verkauften die Wolfsburger mit gut 2 Millionen Autos 14 Prozent mehr, steigerten den Umsatz um fast ein Drittel auf 37,5 Milliarden Euro und verdreifachten den Gewinn gegenüber dem – konjunkturell noch schwachen – Vorjahresquartal auf 1,7 Milliarden Euro. „Volkswagen ist 2010 auf die Überholspur gegangen“, sagte Konzernchef Martin Winterkorn. „Und genau dort wollen wir auch im laufenden Jahr bleiben.“

An der Börse sorgte die Zwischenbilanz für einen Kaufansturm. VW-Vorzugsaktien stiegen im Dax um gut fünf Prozent. Die Anleger rechnen damit, dass die Wolfsburger in diesem Jahr erstmals mehr als 8 Millionen Autos verkaufen und damit in der Weltliga auf Platz zwei vorrücken werden – dann hinter General Motors und vor der einstigen Nummer eins Toyota, der die Folgen der Erdbebenkatastrophe in Japan noch über Monate zu schaffen machen werden. Das Absatzziel von 10 Millionen Fahrzeugen, das VW ursprünglich erst für 2018 ausgegeben hatte, könnte sogar schon 2014 erreicht werden, sagte Nord/LB-Analyst Frank Schwope.

Überraschen konnte Deutschlands größter Konzern vor allem bei der Profitabilität. Das operative Ergebnis schoss um 2,1 Milliarden auf 2,9 Milliarden Euro in die Höhe. Damit blieben 7,8 Prozent vom Umsatz zunächst in den VW-Kassen. Einen großen Teil zum Gewinnschub haben offensichtlich die niedersächsischen Standorte beigetragen. Denn die hier ansässigen Marken VW und VW Nutzfahrzeuge (VWN) legten kräftig zu.

Während die Pkw-Sparte ihr operatives Ergebnis auf 1,1 Milliarden Euro mehr als verdoppelte, schaffte die hannoversche Tochter VWN mit einem Plus von 92 Millionen Euro (4,3 Prozent vom Umsatz) die Rückkehr in die Gewinnzone. Besonders ertragreich präsentierte sich auch die Premiumtochter Audi, die zwar nur ein Drittel der Verkäufe von VW-Pkw vorweisen kann, damit aber genauso viel Gewinn erwirtschaftet hat wie die Wolfsburger.

Die Rückkehr der Premiumkunden im Aufschwung ist nach Angaben von Konzernvertriebschef Christian Klingler auch ein Teil der Erklärung für die gestiegene Profitabilität. Gewinnträchtige Modelle wie VW Passat oder Touareg, Audi A6 oder A8 seien derzeit besonders stark gefragt. Gleichzeitig habe der Konzern in den Fabriken stark an der Optimierung gearbeitet.

Wie sehr der Konzern derzeit vor Kraft strotzt, zeigt ein Blick in seine Kassen. Dort ist der Pegelstand innerhalb von drei Monaten um eine auf 20 Milliarden Euro gestiegen – und das, obwohl VW in dieser Zeit 3,5 Milliarden Euro für die Übernahme des Autohändlers Porsche Salzburg und eine Beteiligung am Karbonspezialisten SGL ausgeben musste.

Lars Ruzic

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