Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Deutschland / Welt Unicef bringt Impfmittel in den Jemen
Mehr Welt Politik Deutschland / Welt Unicef bringt Impfmittel in den Jemen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:54 26.11.2017
Hungrige Einwohner von Sanaa bekommen im April diesen Jahres eine Essenslieferung. Quelle: AP
, Berlin

Das UN-Kinderhilfswerk Unicef hat 1,9 Millionen Impfdosen in den Jemen geflogen. Damit könnten etwa 600 000 Kinder gegen Diphtherie, Hirnhautentzündung, Keuchhusten, Lungenentzündung und Tuberkulose geimpft werden, sagte Unicef-Regionaldirektor Geert Cappelaere am Sonntag. Angesichts des riesigen Bedarfs sei das aber nur ein kleiner Schritt, nachdem die von Saudi-Arabien geführte Koalition gegen die schiitischen Huthi-Rebellen vor knapp drei Wochen die Blockade der Luft- und Seewege verschärft hatte.

Cappelaere sagte, zwei Unicef-Schiffe mit Nahrung und Medizin lägen vor Hodeida, dürften aber nicht anlegen. Mehr als elf Millionen Kinder brauchten dringend Hilfe. Alle zehn Minuten sterbe ein Kind an einer vermeidbaren Krankheit. Die bereits in fünf Regierungsbezirken verbreitete Diphtherie sei in weiteren Gebieten ausgebrochen. Knapp eine Million Menschen leide an Cholera oder Wasserdurchfall. „Jemen steht vor der übelsten humanitären Krise, die ich je in meinem Leben gesehen habe“, sagte Cappelaere. Zudem leiden die Menschen unter akuter Wasserknappheit.

Auch der Hafen Hudaydah am Roten Meer soll in Kürze für humanitäre Zwecke wieder geöffnet werden. Hilfsorganisationen und Vereinte Nationen hatten eindringlich an Saudi-Arabien appelliert, die Blockade zu beenden. Sie war verhängt worden, nachdem Huthi-Rebellen eine Rakete auf die saudische Hauptstadt Riad abgefeuert hatten. Die Rakete war abgefangen worden.

Im Jemen bekämpfen sich seit 2015 die Huthi-Rebellen und die sunnitisch geprägte Regierung, die von einer Koalition unter Saudi-Arabiens Führung unterstützt wird. Der schiitische Iran steht den Rebellen bei. Bei Luftangriffen der Militärkoalition starben rund 9000 Zivilisten. Der Jemen-Konflikt gilt als Stellvertreterkrieg zwischen Saudi-Arabien und dem Iran.

Von dpa/ap/RND

Die US-Verbraucherschutzbehörde soll Verbraucher vor allem vor üblen Praktiken der Banken und anderer Geldinstitute schützen. Der frühere US-Präsident Barack Obama gründete sie nach der verheerenden Finanzkrise im Jahr 2008. Sein Nachfolger Donald Trump hat jetzt einen Mann zum Chef der Behörde ernannt, der diese am liebsten sofort abschaffen würde.

26.11.2017

Griechenland geht in den Endspurt: An diesem Montag werden die Vertreter der internationalen Geldgeber wieder in Athen erwartet, um die Fortschritte bei den Spar- und Reformmaßnahmen zu prüfen. Läuft alles nach Plan, kann das Anpassungsprogramm Ende August 2018 abgeschlossen werden.

26.11.2017

Der Vizekommandeur der iranischen Revolutionsgarde warnt mit deutlichen Worten die EU. Die sollte es nicht wagen, sich in die Raketenentwicklung seines Landes einzumischen. Andernfalls könnte der Iran die Staatengemeinschaft ins Visier nehmen.

26.11.2017