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Deutschland / Welt USA will iranischen Einfluss im Irak einschränken
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11:33 13.12.2017
Irakische Soldaten erobern in Rawa das letzte Rückzugsgebiet der Terrormiliz IS zurück. Auch die iranische Armee hat durch den Sieg an Einfluss im Irak gewonnen, die US-Regierung sieht dadurch den inländischen Frieden in Gefahr. Quelle: dpa
Bagdad.

Der IS gilt im Irak als besiegt, der Wiederaufbau nach dem Krieg hat begonnen. Hilft kommt unter anderem von der US-Regierung. Im gleichen Zuge möchte die USA aber den iranischen Einfluss im Land begrenzen, der sich währen des Kampfes gegen den IS aufgebaut hat. „Die Iraner haben - in einem gewissen Ausmaß - der irakischen Regierung geholfen, den IS zu schlagen“, sagte US-Botschafter Douglas Silliman, der seinen Posten in Bagdad im September 2016 angetreten hat. „Aber offen gesagt, habe ich nicht erlebt, dass die Iraner Geld für humanitäre Unterstützung geben oder dass sie etwas zum Stabilisierungsprogramm der UN beigetragen haben.“

Nach der US-geführten Invasion im Jahr 2003, die zum Sturz der sunnitischen Diktatur von Saddam Hussein führte und die schiitische Mehrheit stärkte, hat der Iran im Irak erheblich an Einfluss gewonnen. Als im Jahr 2014 der IS weit in die nördlichen und mittleren Teile des Landes vorstieß, setzte das iranische Militär immer mehr Kämpfer der eigenen Revolutionsgarde ein, während die bedrängte irakische Armee sich wieder neu formierte.

Deshalb fordert die US-Regierung die Auflösung der iranischen Einheiten, die unabhängig von den irakischen Truppen agieren. Insgesamt fährt Trump einen schärferen Kurs gegen den Iran, hat sich geweigert, Teheran die Einhaltung des Atomdeals von 2015 zu bescheinigen und Sanktionen gegen die iranischen Revolutionsgarden verhängt.

Die Beziehungen zum Irak solle darunter allerdings nicht leiden, wie Silliman betont. „Der Irak hat eine schwierige Periode mit viel wirtschaftlicher Zerstörung und sozialer Zerrissenheit hinter sich“, sagt Silliman. „Wir glauben, dass es für den Irak wichtig ist, gute positive Beziehungen zu allen seinen Nachbarn zu haben, und das schließt den Iran ein.“ Er befürworte die jüngsten Bemühungen des Iraks, Unterstützer aus den Nachbarländern Saudi-Arabien und Jordanien zu bekommen.

Trump sicherte seine Unterstützung zu, um den Frieden aufrechtzuerhalten und die Schäden in Höhe von umgerechnet 85 Millionen Euro zu begrenzen. Aber nicht nur in Sachen Wiederaufbau steht die USA dem Irak zur Seite – auch die Spannungen zwischen der Zentralregierung und der nördlichen Kurdenregion möchte die Regierung lösen. „Die relativ bescheidene Rolle, die wir spielen, beinhaltet, beiden Seiten bei der Suche nach Wegen zu helfen, durch die Tür zu Gesprächen zu gehen“, formuliert es Silliman. Beide Parteien unterstützten „die Idee“ von Gesprächen, aber Verhandlungen zur Beendigung der Krise hätten noch nicht begonnen.

Von lf/AP/RND

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