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Deutschland / Welt Obama sagt IS entschlossenen Kampf an
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09:33 07.12.2015
Sagte dem IS-Terror in einer Rede an die Nation den Kampf an: US-Präsident Obama. Quelle: dpa
Washington

"Die Bedrohung durch den Terrorismus ist real, aber wir werden sie überwinden", sagte Obama in seiner Ansprache. Die USA würden "den IS und jede andere Organisation, die uns schaden will, zerstören". Washington werde Extremisten überall in der Welt aufspüren und verfolgen. "Unser Militär wird Terrorplaner in jedem Land jagen, in dem dies nötig ist", sagte Obama.

Die Bluttat in San Bernardino bezeichnete Obama als "Terrorakt". Das Täterpaar habe "Angriffswaffen, Munition und Rohrbomben gehortet", sei "den dunklen Weg der Radikalisierung gegangen" und einer "verdrehten Interpretation des Islams" gefolgt. Zugleich forderte der US-Präsident erneut schärfere Waffengesetze. Außerdem rief er US-Technologieunternehmen auf, den Kampf gegen Extremisten zu unterstützen.

Der IS spreche "nicht im Namen des Islams", seine Anhänger seien "Gauner und Mörder", sagte Obama weiter. Muslime müssten sich dessen "extremistischer Ideologie widersetzen". Zugleich versicherte Obama, dass sich die USA nicht in einen Bodenkrieg in Syrien oder im Irak hineinziehen lassen würden. In beiden Ländern bekämpft Washington den IS gemeinsam mit internationalen Partnern aus der Luft.

In San Bernardino bei Los Angeles hatte der 28-jährige Syed Farook, ein pakistanischstämmiger US-Bürger, zusammen mit seiner pakistanischen Ehefrau Tashfeen Malik am Mittwoch eine Weihnachtsfeier einer Sozialeinrichtung gestürmt. Das Paar tötete 14 Menschen und verletzte 21 weitere, bevor es von der Polizei erschossen wurde.

Die 29-jährige Malik soll vorher der IS-Miliz auf Facebook die Treue geschworen haben, ihr Mann soll früher Kontakt zu islamistischen Extremisten gehabt haben. Der IS pries die beiden Attentäter als seine "Soldaten", doch sieht das Weiße Haus die Angreifer nicht als Teil einer größeren "Terrorzelle".

Farooks Vater, der mit Vornamen auch Syed heißt, sagte der italienischen Tageszeitung "La Stampa", sein Sohn habe den Ideen des IS nahegestanden und sei davon "besessen" gewesen, Israel zu bekämpfen. Er selbst habe dem Sohn ihm immer gesagt, dass er dies nicht tun müsse, weil Israel aus geostrategischen Gründen "in zwei Jahren nicht mehr existieren" werde.

Als Jugendlicher sei Farook nie zu Partys gegangen, sagte der Vater weiter. Der Sohn habe stets gesagt, "dass ein guter Muslim nur seine eigene Frau tanzen sehen darf". Einmal habe er seinen Sohn mit einer Pistole in der Hand gesehen, sagte der Vater. Er sei darüber sehr ärgerlich gewesen.

Farook und seine Ehefrau hatten laut FBI ihre Bluttat umfassend geplant. In der Wohnung der beiden wurde ein großes Waffenarsenal gefunden, darunter 5000 Schuss Munition und zwölf Rohrbomben. Die Anwälte der Familie beschrieben das Ehepaar als strenggläubige Muslime, bei denen es aber keinen Hinweis auf eine Radikalisierung gegeben habe.

afp

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