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Deutschland / Welt UN „zutiefst frustriert“ über Aleppo-Hilfe
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08:07 25.10.2016
Knapp drei Tage hielt die Waffenruhe in Aleppo. Seit Samstagabend ist es damit vorbei. Quelle: AFP/Archiv
New York

Nach dem gescheiterten Evakuierungsplan für den syrischen Kriegsbrennpunkt Aleppo hat UN-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien allen Konfliktparteien schwere Vorwürfe gemacht. Es sei „zutiefst frustrierend“, dass die Evakuierung von Verletzten und Kranken aus dem Ostteil der Stadt trotz „endloser“ Verhandlungen gescheitert sei, beklagte O'Brien am Montag (Ortszeit) in einer Stellungnahme in New York.

Widerstand von beiden Seiten

Die Gespräche seien von der Rebellenseite durch Bedingungen erschwert worden und seitens des Regimes dadurch, dass Helfern kein Zugang zum Osten Aleppos gewährt worden sei. „Nach dreitägigem Stillstand haben die Konfliktparteien sich immer noch nicht geeinigt, Militäroperationen wurden wieder aufgenommen und die Gewalt eskaliert jetzt“, kritisierte O'Brien.

Politische und militärische Interessen würden erneut über dem Prinzip der Menschlichkeit stehen und eine „beispiellose humanitäre Katastrophe“ verschlimmern.

Seit Juli keine Hilfe mehr für Aleppo

Im Ergebnis seien die UN und mit ihr kooperierende Hilfsorganisationen mangels sicheren Geleits für Krankentransporte gezwungen gewesen, von ihrem Evakuierungsplan für Aleppo abzulassen.

Laut O'Brien ist seit Juli keine humanitäre Hilfe mehr in den Osten der zerstörten Stadt gelangt.

Von dpa/afp/RND/zys