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Deutschland / Welt UN-Soldaten und Gbagbo-Anhängern erobern Präsidentenpalast
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14:17 05.04.2011
UN-Soldaten sollen den Konflikt zwischen Anhängern des abgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo, und den Anhängern des neuen Präsidenten, Alassane Ouattara, beenden. Quelle: dpa

Nach tagelangen Auseinandersetzungen von Anhängern des neu gewählten Präsidenten Alassane Ouattara und Anhänger seines abgewählten Vorgängers Laurent Gbagbo zeichnet sich ein Sieg ab. Die Ouattara-Truppen dringen immer weiter in die Wirtschaftsmetropole Abidjan vor, wo sich sein Rivale Laurent Gbagbo verschanzt hat. Unterstützt werden die Ouattara-Einheiten von internationalen Truppen. Frankreich bringt derweil tausende seiner Bürger in dem westafrikanischen Staat in Sicherheit.

Ouattara, Sieger der Wahl im November, wird seit Montagnachmittag von Einheiten der UN und französischen Streitkräften unterstützt, die vor allem zum Schutz der Zivilbevölkerung eingreifen. Die Kämpfe konzentrierten sich am Dienstag nach Aussagen von Beobachtern in Abidjan vor allem auf den Bezirk rund um den Präsidentenpalast im Süden der Stadt, wo schweres Geschützfeuer zu hören war.

Gekämpft werde auch rund um die Polizeischule im Stadtteil Cocody im Osten Abidjans, wo zahlreiche Ausländer leben. Die Truppen Ouattaras hatten nach Aussage seiner Sprecherin Anne Oulouto in der Nacht die Residenz Gbagbos in Cocody unter ihre Kontrolle gebracht. Wo sich Gbagbo aufhält, war nicht bekannt.

Frankreich verhandelte am Dienstag mit beiden Konfliktparteien über einen humanitären Korridor, um seine Landsleute in Sicherheit zu bringen. Das berichtete die Zeitung „Le Monde“ am Dienstag. Erschwert würde eine solche Aktion, weil viele Ausländer im Norden Abidjans lebten und das französische Militär im Süden stationiert sei. Die Brücken dazwischen werden von den Anhängern Gbagbos gehalten.

Auf dem französischen Militärstützpunkt in Abidjan befinden sich bereits etwa 1650 Ausländer, etwa die Hälfte davon Franzosen. Insgesamt leben etwa 12 000 Franzosen in der Elfenbeinküste, die meisten von ihnen in Abidjan.
UN-Chef Ban Ki Moon hatte am Montagabend wegen der eskalierenden Gewalt gegen Zivilisten in der Elfenbeinküste Angriffe von Blauhelmen der UN auf Stellungen Gbagbos bekanntgegeben. Der Élysée-Palast bestätigte, dass französische Truppen an Angriffen der UN-Mission gegen die Soldaten Gbagbos beteiligt sind. Präsident Nicolas Sarkozy habe in einem Schreiben an Ban zugesichert, dass die französische Armee bereit sei, die schweren Waffen zu zerstören, mit denen Gbagbos Anhänger gegen die Zivilbevölkerung vorgingen.

Ouattaras Sprecher Patrick Achi sagte dem US-Nachrichtensender CNN am späten Montagabend, er sei zu 80 Prozent sicher, dass Gbagbo im Präsidentenpalast sei. Er werde vielleicht schon am Dienstag gefangen genommen. Die neue Regierung werde möglicherweise den Internationalen Strafgerichtshofs einschalten, um Gbagbo den Prozess zu machen.

Gbagbo war im vergangenen November abgewählt worden. Er weigert sich aber, die Macht über sein Land abzutreten. Ouattaras Truppen kontrollieren inzwischen außerhalb Abidjans den größten Teil des westafrikanischen Landes.

dpa

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