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Deutschland / Welt Steinmeier als Chef – das ist kein Präsidentenskandal
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16:57 15.06.2017
Hat Ärger in seinem Amt: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Quelle: dpa
Berlin

Zu den bisher auffälligsten Aktivitäten des Bundespräsidenten Steinmeier gehörten seine Vorstellungstour durch die deutschen Lande und wichtige Worte zur Meinungsfreiheit. Jetzt ist Steinmeier im Schloss Bellevue der Personalrat von der Fahne gegangen. Peinlich für einen ehemaligen Spitzen-Sozialdemokraten, keine Frage. Gründe sind Probleme auf der Besetzungscouch und Steinmeiers Auftritt auf Facebook. Kein Skandal, aber ein Grund, um genauer hinzusehen. Besser wäre es gewesen, Steinmeier hätte stattdessen mit einer großen Rede eine große Debatte angezettelt.

Nicht einmal zwei Dutzend Vertraute und mit seinem Denken vertraute Experten für Politik, Kommunikation und Grundsätze hat Steinmeier im Schnelldurchgang im Amt „platziert“. Das mag nicht allen Beamten im Schloss gefallen haben. Aber auch in Bellevue sollte der Chef ein Chef sein dürfen. Jedenfalls braucht er ein paar „seiner“ Leute um sich, die ihn besonders gut verstehen. Jeder Sparkassendirektor auf dem Land hat offenbar mehr Macht im Haus.

Wenn Steinmeier meint, er müsse die sozialen Netzwerke benutzen, um bei den Bürgern Aufmerksamkeitspunkte zu sammeln, dann soll er auf Sendung gehen. Notwendig ist es nicht. Aber was geht das den Personalrat an? Außerdem war schon Christian Wulff als Bundespräsident auf Facebook unterwegs. Geholfen hat ihm auch das allerdings nicht, weil am Ende das Amt zu groß war.

Von Dieter Wonka

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