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Deutschland / Welt Soldatin erhebt Vorwürfe gegen AfD-Mann Junge
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21:20 26.01.2017
Der rheinland-pfälzischer AfD-Chef Uwe Junge. Quelle: dpa
Mainz

Eine lesbische Soldatin hat sich beim Wehrbeauftragten der Bundeswehr über Diskriminierung durch den damaligen Offizier und heutigen rheinland-pfälzischen AfD-Chef Uwe Junge beklagt. Der Vorfall aus der inzwischen beendeten Dienstzeit Junges als Oberstleutnant der Bundeswehr ist ohne Nennung von Namen im aktuellen Bericht des Wehrbeauftragten Hans-Peter Bartels (SPD) aufgeführt, wie die „Allgemeine Zeitung“ (Mainz) berichtete. Junge sagte der Deutschen Presse-Agentur, er nehme zu dienstlichen Vorgängen nicht Stellung.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte am Donnerstag: „Zur Frage der Aufnahme disziplinarrechtlicher Ermittlungen sowie zu laufenden oder abgeschlossenen Disziplinarverfahren werden grundsätzlich keine Auskünfte erteilt.“

Gemaßregelt, aber kein Disziplinarverfahren

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wurde Junge innerhalb der Bundeswehr gemaßregelt. Zu einem gerichtlichen Disziplinarverfahren kam es nicht, weil Junge ohnehin zum 30.11.2016 aus der Bundeswehr ausscheiden sollte.

Nach dem am Dienstag veröffentlichten Bericht des Wehrbeauftragten warf die Soldatin dem vorgesetzten Offizier vor, er habe ihr gesagt: „Sie können ja sogar wie eine Frau aussehen.“ Eine andere Äußerung sei gewesen: „Die Nation braucht deutsche Kinder.“

„Wir stehen für ein Familienbild von Vater, Mutter, Kind. Das ist ja nichts Neues,“ sagte Junge der dpa in Mainz. Wenngleich er sich zu beruflichen Angelegenheiten aus der Zeit als Berufssoldat nicht öffentlich äußern könne.

Von RND/dpa