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Deutschland / Welt Gabriel gegen strengere Abgasregeln
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10:02 24.09.2014
Von Lars Ruzic
Sigmar Gabriel sprach sich bei einer Betriebsversammlung von VW gegen eine strengere Handhabung der Abgasnormen aus. Quelle: dpa
Hannover/Wolfsburg

In der deutschen Politik und der europäischen Automobilindustrie regt sich Widerstand gegen eine weitere Verschärfung der EU-Abgasnormen. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) forderte auf einer VW-Betriebsversammlung in Wolfsburg, „dass wir nicht jetzt schon wieder in die nächste Regulierungsstufe eintreten“. Europas Lkw-Bauer kritisierten die Klimaziele der EU-Kommission für ihre Branche vor dem Start der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover als „mehr als überzogen“. Sie seien durch ihre Anstrengungen allein nicht erreichbar.

Seit Jahren verschärft die EU die Klimavorgaben für die Auto- und die Nutzfahrzeugbranche. Für beide Industrien gilt inzwischen die sechste Abgasnorm. Im März hatten die EU-Mitgliedsstaaten für die Autobauer beschlossen, dass Neuwagen ab 2020 im Schnitt nicht mehr als 95 Gramm pro Kilometer des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) ausstoßen dürfen. Auf noch längerfristige Klimaauflagen für Autos konnte man sich nicht einigen. Für die Lkw- und Busbauer existiert ein EU-Papier, dass bis 2050 eine Senkung der CO2-Emissionen um 60 Prozent gegenüber 1990 vorsieht.

Gabriel sagte vor rund 15 000 VW-Mitarbeitern, es könne nicht der nächste Schritt geplant werden, ohne zu wissen, wie sich die gerade erst festgelegten Bestimmungen auf die Automobilindustrie auswirkten. Das müsse zunächst geprüft werden. Der Wirtschaftsminister hält manche Vorstöße für härtere Auflagen für nicht ganz ehrlich. Nicht alles, was unter der Überschrift Klimaschutz laufe, habe auch Klimaschutz zum Ziel, sagte er. „Manchmal ist es auch eine verdeckte Politik gegen deutsche Automobilhersteller.“ So werde versucht, unter dem Deckmäntelchen des Klimaschutzes gezielt der deutschen Autoindustrie Steine in den Weg zu legen.

In Hannover plädierten derweil die großen europäischen Nutzfahrzeugbauer dafür, dass ihnen künftig nicht mehr allein die Last der CO2-Senkung auferlegt werde. Die Branche trage ihren Teil zur Reduzierung bei - ihr Ziel einer Senkung von 20 Prozent bis 2020 werde sie erreichen, sagte Daimler-Vorstand Wolfgang Bernhard, gleichzeitig Vorsitzender der Nutzfahrzeugsparte im europäischen Autobauerverband ACEA. Wenn auch andere Branchen und die Politik ihren Teil beitragen würden, könnte man diesen Wert verdoppeln, sagte er am ersten Pressetag der IAA Nutzfahrzeuge. Er bekräftigte die Forderung nach einer generellen Zulassung sogenannter Giga­liner - hier würden zwei Lang-Lkw drei in der klassischen Größe ersetzen, was Treibstoff und Emissionen spare.

Auch von anderen Branchen forderten die Lkw-Bauer stärkere Klima-Anstrengungen. Die Ölindustrie könne mehr für die Effizienz ihrer Kraftstoffe tun, die Reifenhersteller den für den Verbrauch wichtigen Rollwiderstand weiter optimieren. „Wenn wir unsere Kräfte zusammenbringen, könnte Europa einmal mehr ein Vorbild für andere Märkte sein“, so Bernhard.

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