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Seehofers Sondersendung

Ärger in der CDU Seehofers Sondersendung

Wie wenig Horst Seehofer (CSU) von der Arbeit der Kanzlerin hält, erzählte er offenherzig in einem YouTube-Clip des ZDF.

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Das ZDF stellte das Seehofer-Interview inklusive offenem Nachgespräch bei YouTube ein.

Quelle: Screenshot: youtube.com

Gefangen in den Interessen ihrer Partei, rücken Politiker in Interviews oft nicht mit ihrer eigenen Meinung heraus. Erst wenn das Gespräch mit dem Journalisten offiziell beendet ist, der Stift ruht, die Kamera aus ist, sagen sie, was sie wirklich denken. Nur so lassen sich die sonderbar klaren Worte des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) erklären, die die Netzgemeinde derzeit erfreuen.

Nach einem Interview, das Horst Seehofer Claus Kleber vom ZDF heute-Journal am Montag gab, zog der Politiker über seine lahmenden Parteifreunde her. Bei der Vorratsdatenspeicherung, beim Betreuungsgeld und vor allem in der Debatte über die Zukunft der Europäischen Union müsse die Kanzlerin endlich Lösungen finden. Wie genau diese aussehen sollen, konnte Seehofer zwar auch nicht sagen. Insgesamt scheint er der SPD und dem neuen Präsidenten Frankreichs, Francois Hollande, aber näher zu stehen, als der CDU. Investitionen in das Verkehrsnetz statt Sparen, sagt der Bayer und bietet dem französischen Sozialisten damit Schützenhilfe. Francois Hollande kann Seehofers Unterstützung gebrauchen. Am Dienstagabend kommt er frisch vereidigt nach Berlin, um Angela Merkel für einen europäischen Wachstumspakt zu gewinnen.

Nach dem vermeintlich unter vier Augen geführten Gespräch erlaubte Horst Seehofer, auch diesen Teil des Interviews auszustrahlen. Das tat das ZDF in seinem YouTube-Channel:

Welche Reaktionen Seehofers Worte in Berlin am Dienstag nach sich zogen lesen Sie am Mittwoch in der OP.

von Thomas Strothjohann

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