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Deutschland / Welt Sechs US-Soldaten getötet und zwei entführt
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18:37 24.07.2010
Quelle: afp (Symbolbild)

Die Internationale Schutztruppe ISAF bestätigte die Vorfälle, machte aber keine Angaben zur Herkunft der Opfer. Die vermissten Soldaten verließen nach ISAF- Angaben am Freitagnachmittag ihren Stützpunkt in der afghanischen Hauptstadt und kehrten nicht mehr zurück. Nach inoffiziellen Militärangaben handelt es sich bei allen sechs um US-Amerikaner.

Ein Taliban-Sprecher erklärte, die Kämpfer hätten zwei mit Waffen und Funkgeräten ausgerüstete US-Soldaten in der an Kabul angrenzenden Provinz Logar gefangen genommen. Nach Angaben der Provinzbehörden von Logar wurde ein Amerikaner unmittelbar danach getötet. Die ISAF- Schutztruppe startete sofort eine große Suchaktion mit Helikoptern und Fahrzeugen.

Die Identität der Entführten war zunächst nicht restlos geklärt. Der Sprecher des Provinzgouverneurs von Logar sagte, die Taliban hätten zwei US-Zivilisten entführt, die auf dem Weg in die südöstliche Provinz Paktia gewesen seien. „Unsere Polizeikräfte haben ihr Fahrzeug angehalten und sie vor den Taliban gewarnt, aber sie haben das nicht beachtet“, sagte der Sprecher. Nach den Berichten der örtlichen Behörden hätten die Taliban eine der beiden Geiseln getötet und die andere an einen unbekannten Ort gebracht. Das US-Militär habe 20.000 Dollar Belohnung für Hinweise ausgelobt.

Die Taliban haben seit mehr als einem Jahr den US-Soldaten Bowe Bergdahl in ihrer Gewalt. Seitdem haben die Aufständischen in mehreren Propaganda-Videos Aufnahmen Bergdahls veröffentlicht, zuletzt im April. Derzeit sind etwa 90.000 US-Soldaten in Afghanistan, im August werden 10.000 Mann Verstärkung erwartet. Außerdem sind 50.000 Soldaten aus anderen Staaten im Einsatz.

Die Zahl der in Afghanistan getöteten NATO-Soldaten ist in den vergangen Monaten stark gestiegen. Laut der Zählung des unabhängigen Internetdienstes icasualties.org kamen seit Jahresbeginn mehr als 390 ausländische Soldaten ums Leben. Allein im Juli starben bereits mindestens 70 ausländische Soldaten.

dpa

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