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Deutschland / Welt Schulz will jetzt doch Minister werden
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16:09 26.01.2018
Ganz nach dem Motto „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern“ möchte der Parteivorsitzende der SPD jetzt doch an Merkels Kabinettstisch Platz nehmen. Quelle: imago/photothek
Berlin

SPD-Chef Martin Schulz ist laut einem Medienbericht nicht zum Verzicht auf einen Ministerposten in einer künftigen Regierung bereit. Vor dem Hintergrund parteiinterner Appelle in diese Richtung habe Schulz gegenüber mehreren Mitgliedern der Parteispitze zu verstehen gegeben, dass ein Verzicht für ihn nicht infrage komme, berichtete „Der Spiegel“ am Freitag. Vor dem Parteitag am vergangenen Sonntag hätten mehrere führende Sozialdemokraten Schulz’ Bereitschaft getestet, Parteivorsitz und Regierungsamt zu trennen. Schulz habe abgelehnt. „Er ist da entschieden“, zitierte das Magazin einen Parteivize. Offen sei nur, welches Ressort Schulz anstrebe. Es wird damit gerechnet, dass er das Außenamt für sich beanspruchen würde oder das Finanzministerium.

Sozialdemokraten fordern Glaubwürdigkeitsbeweis

Die SPD wollte den Bericht auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht kommentieren. Offiziell lautet die Ansage: erst die Inhalte, dann Personalfragen. Seit Tagen drängeln einige Sozialdemokraten aber hinter den Kulissen, Schulz möge öffentlich den Verzicht auf einen Ministerposten in einer weiteren großen Koalition erklären - zur Stärkung des Parteiprofils und als Glaubwürdigkeitsbeweis. Nach der Bundestagswahl hatte Schulz erklärt, er werde nicht in ein Kabinett Merkels eintreten. Nach Abschluss der Sondierungsgespräche schloss er das auf Nachfragen aber nicht mehr ausdrücklich aus.

Öffentlich hatten sich zunächst nur weniger prominente Sozialdemokraten dazu geäußert. Am Donnerstag hatte aber etwa Bremens Regierungschef Carsten Sieling vor einem SPD-Spitzentreffen gesagt, diese Frage sei zu bereden. „Mir ist wichtig, dass die Partei stark und möglichst autonom ist. Das gilt sicherlich auch für den Vorsitzenden oder wäre sehr gut jedenfalls für ihn“, fügte er hinzu.

Bei einem Eintritt in die Regierung unter Führung Merkels wäre Schulz in die Kabinettsdisziplin eingebunden. Deswegen hatte er als Kanzlerkandidat keinen Kabinettsposten übernommen.

Von dpa/RND

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