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Deutschland / Welt Santos verpasst knapp absolute Mehrheit in Kolumbien
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07:36 31.05.2010
Lag bei der Wahl ums Präsidentenamt deutlich vorn: Ex-Verteidigungsminister Santos. Quelle: afp

Für den 58-jährigen Regierungskandidaten stimmten nach offiziellen Angaben 46,56 Prozent. Sein Gegenspieler von der Grünen Partei, Antanas Mockus, der in allen Umfragen vor der Wahl mit Santos gleichauf bei etwa 34 Prozent gelegen hatte, kam auf nur 21,49 Prozent. Die Angaben der Zentralen Wahlkommission beruhten auf Auszählung von 99,71 Prozent der Stimmen. Die Stichwahl findet am 20. Juni statt.

In ersten Kommentaren wiesen politische Beobachter in Bogotá daraufhin, dass Santos stärker als erwartet davon profitiert habe, als „Erbe“ des populären Amtsinhabers Alvaro Uribe ins Rennen gegangen zu sein. Uribe, der seit 2002 regiert und 2006 wiedergewählt worden war, durfte wegen der Verfassung kein drittes Mal in Folge antreten. Er ist Umfragen zufolge bei fast 80 Prozent aller Kolumbianer beliebt.

„Ich danke Alvaro Uribe, dem besten Präsidenten, den Kolumbien je gehabt hat“, sagte Santos vor jubelnden Anhängern. Er rief die Wähler der konservativen und liberalen Kandidaten auf, in der Stichwahl am 20. Juni für ihn zu stimmen. Er werde Präsident aller Kolumbianer sein, versprach Santos in der Rede, die bereits wie die Siegesansprache des künftigen Staatschefs klang.

Auch Mockus gab sich trotz seines enttäuschenden Abschneidens optimistisch. „Wenn wir innovativ genug sind, können wir die Wahl gewinnen“, sagte er in Bogotá. „Heute haben wir ein Ziel erreicht, dass noch im März unerreichbar erschien: die zweite Wahlrunde zu erreichen“, betonte Mockus in grauem Anzug und grüner Krawatte. Über mögliche Allianzen für die Stichwahl, die er früher ausgeschlossen hatte, sagte er nichts.

Als Uribes größtes Verdienst wird ihm die Bekämpfung der linken Rebellen, vor allem der marxistischen Gruppe „Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens“ (FARC), angerechnet. Santos hatte die Fortsetzung dieser Politik versprochen. Auch Mockus will die FARC entschieden bekämpfen, betont jedoch, dies müsse unter Beachtung der Gesetze geschehen. In der Wirtschafts- und Sozialpolitik gibt es kaum entscheidende Unterschiede zwischen Santos und Mockus.

Auf die folgenden Plätze kamen der konservative regierungskritische Germán Vargas (10,3 Prozent), der Linkskandidat Gustavo Petro (9,4 Prozent), die Konservative Noemí Sanín (5,75 Prozent) und der Liberale Rafael Pardo (4,1 Prozent).

dpa

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