Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Deutschland / Welt Rückkehrrecht in Vollzeit in weniger als zwei Prozent der Betriebe
Mehr Welt Politik Deutschland / Welt Rückkehrrecht in Vollzeit in weniger als zwei Prozent der Betriebe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:00 19.01.2018
Linken-Kritik an Plänen für befristete Teilzeit: „Mit solcher Politik sollte es für die SPD keine Rückkehr in die GroKo geben“ Quelle: dpa
Berlin

Das von Union und SPD geplante Recht auf befristete Teilzeit würde nur für weniger als zwei Prozent der Betriebe in Deutschland greifen. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor, die von der Linksfraktion im Deutschen Bundestag ausgewertet worden sind und dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegen. In der Sondierungsvereinbarung heißt es, der neue Teilzeitanspruch solle nur für Unternehmen gelten, die in der Regel insgesamt mehr als 45 Mitarbeiter beschäftigen. Laut Statistischem Bundesamt haben von den 3,46 Millionen Betrieben in Deutschland 3,39 Millionen weniger als 50 Beschäftigte. Das entspricht einem Anteil von 98 Prozent. Von den insgesamt 37 Millionen abhängig Beschäftigten arbeiten 16,6 Millionen in Betrieben mit bis zu 50 Mitarbeitern.

Die Linksfraktion übt scharfe Kritik an den Plänen von Union und SPD. „In jedem Dorf gibt es mehr Kirchen als Betriebe, in denen Beschäftigte ein Rückkehrrecht haben. Hier steht die Union weiter auf der Bremse und der SPD fehlt der Saft“, sagte Arbeitsmarktexpertin Jutta Krellmann dem RND. „Die Sondierer haben die Chance, einen gesellschaftlichen Wandel herbeizuführen, der die Arbeitszeitwünsche der Beschäftigten in den Mittelpunkt stellt, vertan. Eigentlich sollte es mit solcher Politik keine Rückkehr für die SPD in die GroKo geben.“

Von Rasmus Buchsteiner/RND

Die Union plädiert für eine „humanitäre und zugleich verantwortungsvolle Zuwanderungspolitik“. Allerdings versteht darunter jede Bundestagsfraktion etwas anderes, wie die aktuelle Debatte über den Familiennachzug zu Flüchtlingen zeigt.

19.01.2018

Nach dem knappen Wahlsieg für die Separatisten im Dezember plant der abgesetzte katalanische Regierungschef Carles Puigdemont seine Wiederwahl – Regieren möchte er allerdings aus Belgien.

19.01.2018

Die Alternative für Deutschland (AfD) werde die etablierten Parteien im Bundestag „jagen“, hatte Fraktionschef Gauland nach der Bundestagswahl angedroht. Am späten Donnerstagabend gab es eine Kostprobe.

19.01.2018