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Deutschland / Welt Rösler will FDP-Vorsitzender und Vizekanzler werden
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21:48 05.04.2011
Philipp Rösler will FDP-Vorsitz übernehmen und auch Vizekanzler werden.

Von der Bundestagsfraktion und den Spitzengremien der FDP bekam Rösler viel Applaus nach seiner Ankündigung, für die Nachfolge von Guido Westerwelle zu kandidieren. Die endgültige Entscheidung für das Amt fällt aber erst auf dem nächsten FDP-Parteitag Mitte Mai in Rostock. Als wichtiges Ziel nannte Rösler, für die FDP wieder „Glaubwürdigkeit“ zu gewinnen. „Das braucht Zeit. Das geht nicht von heute auf morgen. Aber das wird gelingen, wenn wir geschlossen sind.“ Die FDP müsse nicht ihr Programm komplett umschreiben, sich aber wieder auf ihren „liberalen Kompass“ besinnen.

Rösler will bis zum Parteitag personelle und inhaltliche Vorschläge präsentieren. Als einzigen sicheren Personalvorschlag nannte er Generalsekretär Christian Lindner. Das neue Team an der Spitze der FDP müsse eine „Mischung aus jungen und erfahrenen Kräften“ werden. Damit wies er Spekulationen über eine vollständige Verjüngung der Parteispitze zurück. Die Entscheidung für den Parteivorsitz fiel Rösler nach eigenen Worten nicht leicht.

Rösler steht wie die anderen jungen FDP-Hoffnungsträger Christian Lindner (32) und Daniel Bahr (34) für eine Öffnung zu neuen Themen. „Es gilt, neue Antworten auf die Alltagsfragen der Menschen zu finden“, sagte er. Den Ruf als reine „Steuersenkungspartei“ will die FDP loswerden. Bislang ist Rösler auch Landesvorsitzender der Liberalen in Niedersachsen, die sich am kommenden Sonnabend zu ihrem Parteitag in Braunschweig treffen. Da Rösler dieses Amt erst nach dem Bundesparteitag im Mai abgeben wird, ist noch offen, wann sein Nachfolger in Niedersachsen gekürt wird. Als aussichtsreichster Kandidat gilt Wirtschaftsminister Jörg Bode – neben Landtagsfraktionschef Christian Dürr. Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander brachte gestern noch seinen Staatssekretär Stefan Birkner ins Gespräch, der vor einigen Jahren FDP-Generalsekretär in Niedersachsen war.

Stefan Koch und Michael Berger

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