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Deutschland / Welt Rebellen fordern Waffenruhe – Regime lehnt ab
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12:30 07.12.2016
Syriens Führung lehnt eine neue Feuerpause für die schwer umkämpfte Stadt Aleppo ab. Quelle: AFP
Aleppo

Nach der Einnahme der Altstadt Aleppos durch die syrische Armee haben die Rebellen eine sofortige fünftägige Waffenruhe für die nordsyrische Stadt gefordert. Zudem müssten Zivilisten in Sicherheit gebracht werden, hieß es in einer Erklärung der Rebellen am Mittwoch. Die Aufständischen riefen ferner zu Verhandlungen über die „Zukunft der Stadt“ auf.

Syriens Führung lehnt eine neue Feuerpause für die schwer umkämpfte Stadt Aleppo ab. „Wir werden keine Waffenruhe akzeptieren“, sagte der syrische Parlamentsabgeordnete aus Aleppo, Fares Schehabi, am Mittwoch. „Sie (die Rebellen) müssen zuerst abziehen. Wenn sie nicht abziehen, werden wir unsere Angriffe fortsetzen.“

Assad-Truppen nehmen Aleppos Altstadt ein

Zuvor hatten syrische Regierungstruppen nach Angaben von Aktivisten die gesamte Altstadt Aleppos eingenommen. Die letzten Rebellen seien aus der Altstadt abgezogen, nachdem die Armee die Nachbarbezirke Bab al-Hadid und Akjul eingenommen habe, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch mit.

Die in Großbritannien ansässige Organisation ist in Syrien breit vernetzt, ihre Angaben können von unabhängiger Seite aber kaum überprüft werden. Seit Tagen erobern die Regierungstruppen ein Viertel Aleppos nach dem anderen.

Zehntausende Menschen eingeschlossen

Im Ostteil der einstigen Wirtschaftsmetropole hatten die Regierungstruppen Mitte November eine Großoffensive begonnen. Seither sind nach Angaben der Beobachtungsstelle mehr als 80.000 Zivilisten aus den östlichen Vierteln geflüchtet. Rund 170.000 Menschen sollen Schätzungen zufolge dort noch eingeschlossen sein. Inzwischen haben Regierungstruppen nach Angaben von Aktivisten drei Viertel des Ostteils von Aleppo von den Aufständischen erobert.

Von RND/afp/dpa