Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Deutschland / Welt Erneut Prügelei im türkischen Parlament
Mehr Welt Politik Deutschland / Welt Erneut Prügelei im türkischen Parlament
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:00 20.02.2015
Foto: Bei der Debatte um die Ausweitung der Polizeibefugnisse im türkischen Parlament wurde aus einem Wortgefecht eine handfeste Auseinandersetzung. Quelle: afp
Ankara

Der AKP-Gesetzesentwurf sieht erweiterte Befugnisse für die Polizei bei Festnahmen, Durchsuchungen und beim Einsatz von Schusswaffen während Demonstrationen vor. Demnach soll die Polizei Demonstranten bis zu 48 Stunden in Haft nehmen können, ohne dass ein Staatsanwalt oder ein Richter eingeschaltet werden muss. Die Opposition warnt vor einem Abgleiten in den Polizeistaat. Bereits am Dienstagabend hatten sich während einer Debatte über das Vorhaben chaotische Szenen im Parlament abgespielt: Abgeordnete gingen mit Stühlen aufeinander los, außerdem flogen Gläser.

Auch der Hammer des Sitzungspräsidenten wurde als Waffe eingesetzt. Fünf Abgeordnete wurden verletzt. Am Donnerstagabend erhitzte das Gesetzesvorhaben dann erneut die Gemüter der Abgeordneten. Vor dem Beginn der Reden über den Gesetzentwurf hätten Oppositionsabgeordnete mehr als drei Stunden lang ihre Bedenken vorgetragen, berichtete die Zeitung "Hürriyet" auf ihrer Website.

Demnach folgte ein hitziger verbaler Schlagabtausch, der in Schläge und Tritte mündete. Der Abgeordnete Orhan Düzgün von der Oppositionspartei CHP stürzte dabei mehrere Treppenstufen hinunter, wollte aber keinen Arzt aufsuchen. Laut "Hürriyet" schrieb er im Kurzbotschaftendienst Twitter: "Mir geht es gut. Ich werde hier bleiben und den Kampf fortsetzen." Die Debatte soll bis zum Wochenende abgeschlossen sein.

afp

Vor einem Jahr wurde der frühere ukrainische Präsident Janukowitsch durch blutige Proteste nach Russland in die Flucht getrieben. Die brüchige Waffenruhe in der Ostukraine überschattet das Gedenken.

20.02.2015

Die Uhr tickt. Knapp eine Woche vor Ende des laufenden Rettungsprogramms gibt es noch immer keine neuen Finanzhilfen für Griechenland. Einigen sich Athen und die Europartner am Freitag wieder nicht, könnte es für das Land eng werden.

20.02.2015

Ein kleiner Ort in Schleswig-Holstein wehrt sich dagegen, Flüchtlinge aufzunehmen: Anwohner protestieren – und dann fliegt ein Brandsatz. Wie konnte es so weit kommen? Eine Spurensuche.

19.02.2015