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Deutschland / Welt Politiker und Theologen kritisieren Papst Johannes Paul II.
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16:10 27.04.2011
Papst Johannes Paul II. soll heilig gesprochen werden. Quelle: dpa

Hamburg. Kurz vor seiner geplanten Seligsprechung haben prominente Theologen, Politiker und kirchliche Gruppen Vorwürfe gegen den 2005 gestorbenen Papst Johannes Paul II. erhoben. Demnach habe das Oberhaupt der Katholischen Kirche den vor 31 Jahren ermordeten Erzbischof Óscar Arnulfo Romero aus El Salvador nicht genügend gegen die Bedrängnisse der damaligen Militär-Junta unterstützt. Dies berichtet die Wochenzeitung „Die Zeit“ in ihrer Beilage „Christ und Welt“ .

In dem ökumenischen Aufruf, den auch CDU-Politiker Heiner Geißler unterzeichnet hat, heißt es, Romero habe 1979 bei einer Papst-Audienz kein Gehör gefunden. Weil er den Militärs kritisch gegenüberstand, wurde er am 24. März 1980 bei eine Messe durch einen Killer der sogenannten Todesschwadronen erschossen.

Geißler zufolge habe Johannes Paul II. die Armen in Lateinamerika „regelrecht verraten“, weil er Romero zu guten Beziehungen zu den Machthabern in seinem Land geraten habe. Der Antikommunismus des früheren Papstes habe zwar zum Fall des Ostblocks beigetragen, doch habe er den Pontifex auch verblendet gegenüber dem Machtmissbrauch in El Salvador.

Zu den Unterzeichnern zählen nach Angaben von „Christ und Welt“ 50 Theologieprofessoren, unter ihnen der Tübinger Theologe Hans Küng, der Sozialethiker Friedhelm Hengsbach und der Frankfurter Religionssoziologe Friedhelm Mennekes. Zudem haben weitere 300 Einzelpersonen und rund 50 Gruppen aus Europa und Nord- und Südamerika den Aufruf unterschrieben.

Johannes Paul II. habe zudem „dauernd die Falschen zu Heiligen ernannt“, etwa den wegen seiner Kontakte zu Militärdiktatoren umstrittenen Opus-Dei-Gründer Josemaría Escrivá. Das Bündnis fordert in einem Aufruf darum auch die Heiligsprechung Romeros.

dpa

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