Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Deutschland / Welt Politiker loben Arbeit des Zentralrats der Juden
Mehr Welt Politik Deutschland / Welt Politiker loben Arbeit des Zentralrats der Juden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:50 21.07.2010

Die beiden großen christlichen Kirchen und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) haben den vor 60 Jahren gegründeten Zentralrat der Juden gewürdigt. Merkel dankte der Organisation für ihre Arbeit. "Der Zentralrat der Juden hat maßgeblich dazu beigetragen, dass jüdisches Leben in seiner Vielfalt ein fester Bestandteil lebendiger deutscher Kultur bleiben konnte." In einem Schreiben an die Präsidentin des Zentralrats, Charlotte Knobloch, erklärte die Bundeskanzlerin am Montag: "Immer war der Zentralrat der Juden auch ein verlässlicher Ansprechpartner."

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, sagte, er sei dankbar für das gute Verhältnis zwischen Zentralrat und Katholiken. Für die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) erklärte der Vorsitzende Nikolaus Schneider, die Stimme des Zentralrates sei ein unerlässlicher Bestandteil des öffentlichen Diskurses.

Der Zentralrat der Juden war am 19. Juli 1950 gegründet worden. Nach dem Holocaust lebten damals noch etwa 15.000 Juden in Deutschland; heute sind es nach Angaben des Zentralrats wieder mehr als 100.000.

Zollitsch erklärte, die katholische Kirche in Deutschland werde mithelfen, die Erinnerung an die Vergangenheit wachzuhalten, und jede Form von Antisemitismus ablehnen. Für die Leugnung des Holocaust dürfe es in der katholischen Kirche keinen Platz geben.

Schneider würdigte die Gründung des Zentralrats als Neubeginn nach dem Grauen des Nationalsozialismus. Persönlichkeiten wie die früheren Vorsitzenden Ignatz Bubis oder Paul Spiegel hätten dafür gesorgt, "dass die jüdisch-christliche Gemeinsamkeit in einer Mischung aus Mahnung und gemeinsamem Kampf gegen jedes Wiedererstarken von Rassismus und Antisemitismus in gegenseitigem Vertrauen wachsen konnte".

Auch die Grünen-Bundesvorsitzenden Claudia Roth und Cem Özdemir hoben die Bedeutung des Zentralrats als politische und moralische Instanz im Kampf gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus hervor.

dpa

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat vor einem zu frühen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan gewarnt. Es müssten erst klare Vorbedingungen erfüllt sein, sagte der Politiker der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom Mittwoch.

21.07.2010

Über das erst Anfang Juni beschlossene Sparpaket im Umfang von rund 80 Milliarden Euro ist in der Bundesregierung ein heftiger Streit entbrannt. Die FDP verlangt Korrekturen. In einer Sitzung des CDU-Präsidiums forderte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hingegen, dass das „beschlossene Sparvolumen von den Ministerien auch geliefert werden muss“.

Alexander Dahl 20.07.2010

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat sich gegen Kritik aus der CSU an ihrem Konzept zur Sicherungsverwahrung gewehrt: Sie erklärte, dass die nachträgliche Sicherungsverwahrung überflüssig werden soll, im Gegenzug sollen Richter künftig schon beim Urteilsspruch eine spätere Sicherungsverwahrung genehmigen können.

Dirk Schmaler 20.07.2010