Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Deutschland / Welt Philippinische Polizei tötet 756 Verdächtige
Mehr Welt Politik Deutschland / Welt Philippinische Polizei tötet 756 Verdächtige
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:51 23.08.2016
Die Philippinen bekämpfen den Drogenhandel im Land. Hunderte Menschen sind dabei schon getötet worden. Polizeichef Ronald Dela Rosa verteidigte das harte Vorgehen. Quelle: EPA/MARK R. CRISTINO
Manila

Wie General Ronald Dela Rosa am Dienstag in einer Anhörung vor dem philippinischen Senat aussagte, tötete die Polizei vom 1. Juli bis zum 22. August 756 Verdächtige. Diese hätten sich der Festnahme widersetzt. "Wenn sie das nicht getan hätten, wären sie noch am Leben", sagte er. Die Getöteten hätten wohl unter dem Einfluss von Drogen gestanden. "Wir kämpfen gegen abnormale Menschen."

Kritik von Menschenrechtlern

Zudem untersuche die Polizei 1160 Tötungen, bei denen die Täter nicht bekannt seien. Darunter seien 273 mutmaßliche Drogenabhängige oder Händler. Einige von ihnen seien gefesselt und mit Schildern aufgefunden worden, die ihre angebliche Verwicklung in den Drogenhandel beschreiben. In 757 Fällen ermittle die Polizei noch, ob eine mögliche Verbindung bestehe, so Dela Rosa.

In den vergangenen sieben Wochen seien Fortschritte im Kampf gegen die Drogen erzielt worden. Insgesamt 670.000 Drogenkonsumenten und Händler hatten sich ergeben, knapp 12.000 Verdächtige wurden festgenommen. Menschenrechtsgruppen verurteilten die hohe Zahl an Opfern und forderten ein Ende der Drogenpolitik, die Präsident Rodrigo Duterte seit seinem Amtsantritt Ende Juni verfolgt.

dpa/RND

Die Innenminister Deutschlands und Frankreichs fordern eine engere Zusammenarbeit der EU-Länder im Kampf gegen den Terrorismus. Bei einem Treffen in Paris stellten Thomas de Maizière und sein französischer Kollege Bernard Cazeneuve ihre gemeinsame Sicherheitsinitiative vor. 

23.08.2016

Der Richterbund hat die Einmischung von Politikern in laufende Gerichtsverfahren scharf kritisiert. Dabei steht besonders Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig im Fokus. Sie hatte während der Debatte um den Fall Gina-Lisa Lohfink für ein schärferes Sexualstrafrecht geworben.

23.08.2016

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat von türkischstämmigen Bürgern Loyalität eingefordert. "Dafür versuchen wir, für ihre Anliegen ein offenes Ohr zu haben und sie zu verstehen."

23.08.2016