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Deutschland / Welt Atomanlage Jülich im Visier der Terroristen
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22:13 13.04.2016
In Jülich lagern Castorbehälter mit hochradioaktiven, kugelförmigen Brennelementen aus dem mittlerweile stillgelegten Forschungsreaktor (Archivbild). Quelle: Oliver Berg/dpa
Hannover

Der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, unterrichtete mehrere Mitglieder des streng vertraulich tagenden Parlamentarischen Kontrollgremiums des Deutschen Bundestages darüber, dass der Paris-Attentäter Salah Abdeslam in seiner Wohnung im Brüsseler Stadtteil Molenbeek Unterlagen über das deutsche Atomforschungszentrum Jülich aufbewahrt habe. Demnach sind neben Ausdrucken von Artikeln aus dem Internet zu Jülich auch Fotos gefunden worden, die den Vorstandsvorsitzenden der Kernforschungsanlage, Wolfgang Marquardt, zeigen.

Diese Informationen bestätigten mehrere Mitglieder des Parlamentarischen Kontrollgremiums dem RND. Sie seien durch Maaßen bereits Ende März jeweils in Vier-Augen-Gesprächen über das Thema Jülich informiert worden. Unklar ist, ob Maaßen diese Informationen auch an das Kanzleramt und das Bundesinnenministerium weitergegeben hat. Auf Anfrage des RND erklärten Kanzleramt und Innenministerium am Mittwoch, man habe keine Informationen zu dem geschilderten Sachverhalt.

Im Gegensatz dazu versicherten auf RND-Nachfrage am Mittwoch mehrere Bundestagsabgeordnete sowie ein zuständiger Terrorismusexperte des Verfassungsschutzes, es gebe diese Informationen, und der Behördenchef habe sie vertraulich entsprechend unterrichtet. 

Einen ausführlichen Bericht zum Thema finden Sie hier.

Von Jörg Köpke und Dieter Wonka

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