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Deutschland / Welt Papst verurteilt bei Ostermesse Hass und Gewalt
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16:43 24.04.2011
Quelle: dpa

Papst Benedikt XVI. hat in seiner Osterbotschaft Hass, Gewalt und Vertreibung in aller Welt verurteilt. „Im Himmel ist alles Friede und Freude. Aber auf Erden ist es leider nicht so“, sagte Benedikt am Ostersonntag auf dem festlich geschmückten Petersplatz in Rom vor zehntausenden Gläubigen. Das “österliche Halleluja“ stehe weltweit oft noch im Gegensatz zu „Elend, Hunger, Krankheit, Krieg und Gewalt.“ Die frohe Botschaft des auferstandenen Christus möge daher besonders diejenigen erreichen, die von einer Zeit des Leidens betroffen seien.

Eindringlich forderte Benedikt einen Stopp der Waffengewalt im libyschen Bürgerkrieg. „Mögen in Libyen die Diplomatie und der Dialog an die Stelle der Waffen treten“, forderte er. Mit Blick auf den Nahen Osten wünschte das katholische Kirchenoberhaupt, die Osterbotschaft von Frieden und Menschenwürde möge helfen, „die Finsternis der Teilung, des Hasses und der Gewalt“ zu überwinden. In der westafrikanischen Elfenbeinküste müsse „dringend ein Weg der Versöhnung und der Vergebung beschritten werden“, fügte er hinzu.

Der Opfer des verheerenden Erdbebens, des Tsunamis und der Atomkatastrophe in Japan gedachte der Papst in besonderer Weise. Das Land möge „Trost und Hoffnung finden, während es sich den dramatischen Folgen des jüngsten Erdbebens“ stelle.

Als Höhepunkt der Ostermesse, die den Abschluss der Osterfeierlichkeiten in Rom bildete, erteilte Benedikt XVI. von der Mittelloggia des Petersdoms aus den Segen „Urbi et Orbi“ (Der Stadt und dem Erdkreis). Die Ostergrüße verlas er in 65 Sprachen. Auf Deutsch sagte er: „Euch allen ein gesegnetes und frohes Osterfest! Der Friede und die Freude des auferstandenen Herrn sei mit Euch.“

Anschließend wollte das Oberhapt von mehr als einer Milliarde Katholiken in seine Urlaubsresidenz Castel Gandolfo südlich von Rom fliegen. Dort will sich der 84-Jährige nach dem anstrengenden Osterprogramm erholen und auf die Seligsprechung seines Vorgängers Johannes Paul II. am 1. Mai vorbereiten.

Am Vorabend hatte der Papst im Dom die Osterwache zelebriert. Dabei wurde in der Vorhalle der Kirche das Osterlicht entzündet und in den Petersdom gebracht. Die Kerze symbolisiert die Auferstehung Jesu von den Toten, die von den Christen an Ostern weltweit gefeiert wird.

dpa

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