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Deutschland / Welt Obama schickt mehr Soldaten nach Syrien
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14:01 25.04.2016
US-Präsident Barack Obama will bis zu 250 zusätzliche Soldaten nach Syrien schicken. Quelle: Federico Gambarini/dpa
Hannover

Der US-Präsident Barack Obama hat Europa und die Nato aufgefordert, sich stärker in den von Bürgerkriegen erschütterten Staaten Syrien und Irak zu engagieren. "Europa und die Nato können noch mehr tun", sagte Obama am Montag in einer Rede in Hannover. In Syrien und im Irak müssten mehr Nationen zum Kampf, zu Ausbildung und Aufbau beitragen. Es brauche "mehr wirtschaftliche Hilfe für Irak, damit der Extremismus bekämpft werden kann". 

In Syrien wächst die Sorge vor einem Scheitern der Waffenruhe. Bei Gefechten und Luftangriffen nahe der Hauptstadt Damaskus und in der Region um die Großstadt Aleppo starben am Wochenende mehr als 30 Menschen, darunter auch Kinder, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte. Die Feuerpause gilt seit Ende Februar.

Mehr sunnitische Araber für den Kampf gewinnen

Obama sagte: "Das Leiden des syrischen Volkes muss ein Ende haben." Er kündigte an, bis zu 250 zusätzliche Soldaten nach Syrien zu schicken. Sie sollen örtliche Kräfte im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) unterstützen, hatte zuvor der stellvertretende US-Sicherheitsberater Ben Rhodes mitgeteilt. Die kleinen Teams seien sehr effektiv darin, moderate Rebellen zu unterstützen. "Natürlich sind Spezialkräfte immer Kampftruppen. Sie können in Kämpfe verwickelt werden, haben aber keinen Kampfauftrag", sagte Rhodes.

Das "Wall Street Journal" berichtete, Hauptaufgabe werde es sein, mehr sunnitische Araber für den Kampf gegen den IS an der Seite kurdischer Einheiten im Nordosten zu bewegen. Bisher sind rund 50 Angehörige von US-Spezialeinheiten am Boden in Syrien aktiv. Obama sagte, die USA verfügten über mächtige Streitkräfte - die besten, die die Welt je gesehen habe. Die Probleme könne aber niemand alleine lösen. Die Terrormiliz Islamischer Staat nannte Obama die größte Bedrohung. Terroristen wollten Städte und Menschen in Europa und den USA treffen. Der Westen müsse seine Lebensweise verteidigen gegen Hass. Es müssten Lücken geschlossen werden, damit Terroranschläge wie in Brüssel und Paris nicht passierten.

dpa

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