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Deutschland / Welt Obama verurteilt Gewalt in Syrien
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10:45 09.04.2011
Quelle: dpa

US-Präsident Barack Obama hat den Einsatz „verabscheuenswürdiger Gewalt“ gegen friedliche Demonstranten in Syrien scharf verurteilt. In einer am Freitag (Ortszeit) in Washington verbreiteten schriftlichen Erklärung, kritisierte er auch hart die Gewalt auf Seiten der Protestierenden. „Ich rufe die syrischen Behörden auf, jede weitere Gewalt gegen friedliche Demonstranten zu unterlassen. Darüber hinaus müssen willkürliche Verhaftungen, Festnahmen und die Folter von Gefangenen, über die berichtet wurde, jetzt enden“.

Auch müssten Informationen über die Vorgänge im Syrien frei zugänglich sein, damit eine unabhängige Überprüfung des Geschehens möglich sei. Das Regime in Damaskus habe die berechtigten Forderungen der Demonstranten bisher nicht erfüllt, beklagte der US-Präsident. Es sei an der Zeit, dass die Regierung von Präsident Baschar al-Assad die Repression beende und auf das Volk höre.

Bei Kundgebungen gegen das Regime erschossen Angehörige der Sicherheitskräfte und Scharfschützen in Zivil am Freitag nach Angaben von Augenzeugen 27 Demonstranten. Dutzende Menschen wurden verletzt. Landesweit gingen wieder Tausende auf die Straßen, um mehr Freiheit und demokratische Reformen zu verlangen.

Augenzeugen berichteten, alleine in der südlichen Stadt Daraa seien 22 Menschen getötet worden, als Angehörige der Sicherheitskräfte das Feuer auf rund 4000 Demonstranten eröffneten. In der westlichen Stadt Homs wurden fünf Kundgebungsteilnehmer erschossen. In Deir al-Sor nahe der irakischen Grenze droschen Schlägertrupps auf Demonstranten ein. In der Hafenstadt Latakia gingen nach dem Freitagsgebet ebenfalls Hunderte Regimegegner auf die Straßen. Sie riefen: „Welche eine Schande, Schüsse auf friedliche Demonstranten.“

Präsident Assad hatte in den vergangenen Tagen einige Reformen verkündet, um die Protestbewegung zu stoppen, die im März begonnen hatte. Er hob die Arbeitsbeschränkungen für Frauen mit Gesichtsschleier auf und ordnete die Verleihung der syrischen Staatsbürgerschaft an rund 250 000 staatenlose Kurden an. In der hauptsächlich von Kurden bewohnten Stadt Kamischli riefen einige Demonstranten: „Die Staatsangehörigkeit ist kein Ersatz für die Freiheit.“

Assad gehört zur religiösen Minderheit der Alawiten. Er hatte die Proteste der Regimegegner, die sich von den Revolutionen in Tunesien und Ägypten hatten inspirieren lassen, als Versuch radikaler Sunniten dargestellt, Zwietracht zwischen den Religionsgruppen zu säen.

Tatsächlich sympathisiert ein Teil der Demonstranten mit den Muslimbrüdern und gelegentlich werden bei den Kundgebungen auch religiöse Parolen gerufen. Doch sind an den Protesten auch Angehörige anderer Religionsgruppen beteiligt. Seit Beginn der Proteste wurden in Syrien nach Schätzungen von Menschenrechtsgruppen mehr als 110 Menschen getötet. Dutzende Demonstranten und einige bekannte Oppositionelle wurden festgenommen.

dpa

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