Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Deutschland / Welt Nordkoreas Vize-Premierminister exekutiert?
Mehr Welt Politik Deutschland / Welt Nordkoreas Vize-Premierminister exekutiert?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:48 31.08.2016
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Quelle: North Korean Central News Agency/dpa
Seoul

Der 63 Jahre alte Kim Yong Jin, der im Kabinett für Bildungsfragen verantwortlich gewesen sei, sei im vergangenen Monat vor ein Erschießungskommando gestellt worden, sagte ein Sprecher des Vereinigungsministeriums in Seoul am Mittwoch. Eine Bestätigung aus Nordkorea dafür gab es nicht. Gründe für die Erschießung nannte der Sprecher nicht.

Südkoreanische Medien berichteten jedoch unter Berufung auf andere Beamte, Kim Yong Jin sei "anti-revolutionäres" Verhalten vorgeworfen worden. Er soll bei einer Sitzung der Obersten Volksversammlung im Juni dem Machthaber nicht den angemessenen Respekt erwiesen haben. 

Kims Onkel wegen Hochverrats hingerichtet

Nach Angaben des südkoreanischen Geheimdienstes wurden seit der Machtübernahme Kim Jong Uns Ende 2011 zahlreiche hochrangige Funktionäre Opfer politischer Säuberungen. Ende 2013 wurde Kims Onkel Jang Song Thaek wegen des Vorwurfs des Hochverrats hingerichtet. Das kommunistische Regime in Pjöngjang hatte die Hinrichtung bestätigt. Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye sprach danach von einer "Schreckensherrschaft" im Nachbarland.

Das Vereinigungsministerium teilte jetzt zudem mit, dass zwei weitere hochrangige nordkoreanische Funktionäre zur ideologischen "Umerziehung" aufs Land geschickt worden seien, darunter Kim Yong Chol, der für die innerkoreanischen Beziehungen zuständig ist. Nach einmonatiger Strafarbeit bis Mitte August habe Kim, dem Machtmissbrauch vorgeworfen worden sei, jedoch wieder die Leitung der Vereinigten Frontabteilung übernommen. Die Strafe für Choe Hwi, einem für die Propaganda zuständigen Parteifunktionär, sei noch nicht abgelaufen.

Berichte erweisen sich als falsch

Oft erweisen sich Berichte aus Südkorea über die angebliche Exekution von Funktionären in dem weithin isolierten Nachbarland im Nachhinein als falsch. Im Mai war der angeblich im Februar hingerichtete frühere Armeechef Ri Yong Gil wieder aufgetaucht. Die Zeitung "JoongAng Ilbo" hatte am Dienstag berichtet, zwei hohe Funktionäre seien in Nordkorea mit Flugabwehrwaffen hingerichtet worden, darunter ein Beamter für Erziehungsfragen. Der Bericht habe sich als falsch erwiesen, schrieb "JoongAng Daily" online.

dpa/RND

Deutschland / Welt Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern - AfD will NPD unterstützen

Ursprünglich wollten alle Fraktionen des Landtags in Mecklenburg-Vorpommern konsequent gegen Anträge der NPD stimmen. Nur die AfD kann sich die Unterstützung der rechtsextremen Partei vorstellen.

31.08.2016

"Wir schaffen das", betont Bundeskanzlerin Angela Merkel immer wieder, wenn es um Flüchtlinge geht. Doch nicht immer hat die deutsche Politik angemessen auf das Problem reagiert, räumt Merkel jetzt ein.

31.08.2016

Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat sich dafür ausgesprochen, Russland im kommenden Jahr wieder zu den Treffen der wichtigsten Industrienationen einzuladen. Der Schlüssel für eine Rückkehr ins G-8-Format liege jedoch in Moskau, betont der Minister.

31.08.2016