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Deutschland / Welt Nordkorea provoziert mit neuem Propaganda-Video
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09:33 05.04.2016
Raketen schlagen in Gebäude in Seoul ein - zu sehen in diesem nordkoreanischen Propaganda-Video Quelle: screenshot/video
Seoul/Washington

Neue Drohgebärde aus Nordkorea: Ein Propagandavideo, das am Montag auf einer offiziellen Internetseite veröffentlicht wurde, zeigt die Zerstörung südkoreanischer Regierungsgebäude durch einen Raketenangriff.

"Alles wird zu Asche werden"

Die Geschosse schlagen in der Videosimulation unter anderem im Blauen Haus ein, dem südkoreanischen Präsidentensitz in Seoul. Das Gebäude explodiert in einem Feuerball. Am Ende des 88-sekündigen Streifens erscheint eine Warnung: "Alles wird zu Asche werden."

Das Propagandavideo ähnelt einem Film, den Nordkorea Ende März in Umlauf gebracht hatte. Darin war die Zerstörung wichtiger Regierungsgebäude in der US-Hauptstadt Washington durch Atomraketen simuliert worden.

In den vergangenen Wochen hatte Nordkorea seine Propaganda-Attacken auf die USA intensiviert. Die Spannungen zwischen beiden Ländern nahmen seit dem vierten Atomwaffentest Nordkoreas im Januar und weiteren Raketentests deutlich zu.

Der UN-Sicherheitsrat hatte Anfang März die Sanktionen gegen das kommunistische Regime verschärft. Als Reaktion darauf, aber auch auf ein Großmanöver der USA mit Südkorea drohte Pjöngjang unter anderem mit einem atomaren Erstschlag.

Rauchschwaden über Nuklearkomplex

Seit März sind gemeinsame US-südkoreanische Militärmanöver im Gange. Nordkorea wertet diese als direkte Bedrohung der Führung in Pjöngjang.

In Washington wurde derweil diskutiert, ob Nordkorea die Wiederaufnahme der Plutonium-Produktion für den Atomwaffenbau vorbereitet. Auf Satellitenaufnahmen seien Rauchschwaden über dem Nuklearkomplex Yongbyon sichtbar, teilte das renommierte US-Korea-Institut der Johns-Hopkins-Universität in Washington mit. Dies weise auf Aktivitäten in einem radiochemischen Labor des Komplexes hin. Ob diese Aktivitäten im Zusammenhang mit einer Wiederaufnahme der Plutonium-Produktion stehen, ist laut den Experten unklar.

Unter einem internationalen Abkommen hatte Nordkorea 2007 die Produktion waffenfähigen Plutoniums in Yongbyon eingestellt; im Gegenzug bekam das Land Hilfslieferungen. US-Geheimdienste gehen aber davon aus, dass der Reaktor wieder hochgefahren werden kann. Bei vollem Betrieb könnten in Yongbyon pro Jahr sechs Kilo Plutonium hergestellt werden - genug für eine Atombombe.

afp/dpa/zys

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