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Deutschland / Welt Neue EU-Vorgaben für Pommes, Chips und Brot
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12:43 22.11.2017
Ab April kommenden Jahres gelten für Lebensmittelhersteller neue EU-Vorgaben. Quelle: dpa
Essen

Von April kommenden Jahres an gelten vor allem für Lebensmittelhersteller Auflagen, die den Gehalt an dem umstrittenen Acrylamid in gerösteten, gebackenen und frittierten Produkten reduzieren sollen, wie die Zeitungen der Essener Funke Mediengruppe am Mittwoch berichten.

Auch für Backstuben und Imbissbuden seien neue Vorgaben vorgesehen. Die EU-Kommission habe am Montag eine entsprechende europaweit geltende Verordnung endgültig angenommen, hieß es unter Berufung auf eine Kommissionssprecherin.

Keine verbindlichen Obergrenzen

Die neuen Vorgaben betreffen laut Bericht neben Pommes Frites, Chips, Brot, Müsli und Keksen auch Lebkuchen, Kaffee und Baby-Getreidekost. Lebensmittelhersteller müssen demnach je nach Betriebsgröße neue Verfahrensregeln anwenden, um das als krebserregend geltende Acrylamid zu reduzieren. Dazu gehört, Lebensmittel nicht verbrennen zu lassen und Kartoffelsorten mit wenig Stärke zu verarbeiten. Für neue Frühstücks-Cerealien-Mischungen sollen bevorzugt Mais und Reis verwendet werden. Rechtlich verbindliche Obergrenzen sind nicht vorgesehen.

Deutschland enthielt sich zu neuen Regeln

Die Kommission beruft sich bei den Vorgaben unter anderem auf die europäische Lebensmittelaufsicht EFSA, die erklärt hat, Acrylamid im Essen erhöhe das Krebsrisiko. Freiwillige Minderungsmaßnahmen der Hersteller hätten nicht zum Ziel geführt, hieß es. Nach zweijährigen Beratungen hatten im Sommer schließlich 22 Mitgliedstaaten den neuen Regeln zugestimmt. Deutschland und fünf weitere EU-Staaten enthielten sich.

Der EU-Abgeordnete Peter Liese (CDU) begrüßte die Entscheidung. „Wir haben bei Acrylamid ein echtes Gesundheitsproblem. Die Mengen, die insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene zu sich nehmen, sind erheblich“, sagte Liese.

Von dpa/RND

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