Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Deutschland / Welt Merkels Wagen in Vorpommern mit Tomaten beworfen
Mehr Welt Politik Deutschland / Welt Merkels Wagen in Vorpommern mit Tomaten beworfen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:00 08.09.2017
Wieder flogen Tomaten gen Kanzlerin bei einem Auftritt. Allerdings trafen die Störenfriede nur ihren Wagen. Quelle: dpa
Wolgast

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist bei einem Wahlkampfauftritt in Vorpommern von etwa 150 rechten Demonstranten mit Pfiffen und Buhrufen begrüßt worden. Ihr Auto wurde bei der Einfahrt zu der Veranstaltungshalle in Wolgast am Freitagabend mit Tomaten beworfen, wie die Polizei mitteilte. Immer wieder riefen Demonstranten, darunter NPD- und AfD-Anhänger, vor der Halle „Hau ab, hau ab“.

Die CDU-Vorsitzende war bereits bei einem Auftritt am Dienstag in Heidelberg mit Tomaten beworfen worden. Am Mittwoch wurde ihre gesamte Rede im sächsischen Torgau mit Buhrufen, Pfiffen und Hupen massiv gestört. Auch Außenminister Sigmar Gabriel wurde bei einem Auftritt in Dresden am Freitag angepöbelt.

Merkel redete am Nachmittag zunächst in Strasburg, das wie Wolgast zum Bundeswahlkreis 16 gehört, in dem die AfD bei der Landtagswahl vor einem Jahr drei Direktmandate gewonnen hatte und auch jetzt wieder auf ein hohes Abschneiden hofft. In Strasburg wurde ihre Rede in einer Sporthalle nur einmal kurz von Pfiffen und „Merkel muss weg“-Rufen unterbrochen. Vor der Halle protestierten dort etwa 25 Linke und einige NPD-Vertreter.

In Wolgast nahm Merkel vor mehreren hundert Zuhörern Bezug zu den Protesten vor der Halle. „Da gibt es einige, die pfeifen und schreien. Ich glaube nicht, dass das ausreicht, um Deutschland voranzubringen.“ Auch in der Halle gab es vereinzelte Zwischenrufe wie: „Wo ist das Christliche in ihrer Partei?“

Von dpa/RND

Sigmar Gabriel lässt nicht locker. Er bekräftige bei einem Termin in Dresden abermals, dass es sinnvoll wäre, die Sanktionen gegen Russland zu lockern. Für diesen Vorschlag hatte sich der Außenminister Tage zuvor einen Rüffel von der Nato und der ukrainische Regierung eingefangen.

08.09.2017

Noch tobt der Hurrikan Irma unerbittlich weiter. Unterdessen läuft der Katastrophenschutz der EU bereits auf Hochtouren. In einem speziellen Zentrum verfolgen 40 Beamte die aktuelle Wetterentwicklung mit Argusaugen. Die Planungen der EU gehen derweil noch weiter.

08.09.2017

Weil ihm ein Wahlplakat der AfD vor der Geschäftsstelle seines Sportvereins missfiel, hat der Bürgermeister Heiko Senking in Ebstorf das Plakat kurzerhand entfernt und sich für diese Aktion selbst angezeigt. Sein Facebook-Post dazu, als öffentlicher Brief an die AfD formuliert, ist zum viralen Hit geworden.

08.09.2017