Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Deutschland / Welt Mehrheit der Deutschen ist für Grenzkontrollen
Mehr Welt Politik Deutschland / Welt Mehrheit der Deutschen ist für Grenzkontrollen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:03 19.02.2016
Beamter der Bundespolizei während einer Kontrolle. Quelle: dpa
Berlin

Der am Freitag veröffentlichten Umfrage des ZDF-“Politbarometer“ zufolge fänden 58 Prozent der Befragten es gut, wenn Grenzkontrollen wiedereingeführt würden, auch wenn dadurch das Reisen und der Güterverkehr erschwert würden. 39 Prozent sprachen sich gegen solche Kontrollen aus, die im Rahmen des Schengener-Abkommens 1985 abgeschafft wurden. Der Flüchtlingsandrang der letzten Monate in Europa hat den Schengen-Raum unter Druck gesetzt. Derzeit haben sechs europäische Länder Grenzkontrollen vorübergehend wiedereingeführt, auch Deutschland - allerdings nicht überall und nur stichprobenartig.

Zudem glaubt die Mehrheit der Bundesbürger, dass die Integration von Flüchtlingen in Deutschland nicht funktioniert. Der Umfrage zufolge bezweifeln 54 Prozent der Befragten, dass die Eingliederung gelingen wird. Im Dezember waren es demnach noch 50 Prozent. Dagegen erwarten laut der Umfrage 41 Prozent der Befragten, dass die Integration funktioniert. Knapp 477 000 Menschen haben dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zufolge im vergangenen Jahr einen Antrag auf Asyl in Deutschland gestellt.

Unterdessen hat Österreich seine angekündigte Tagesobergrenze für Flüchtlinge in Kraft gesetzt. Seit Freitagmorgen, 8 Uhr, würden nur noch 80 Asylbewerber pro Tag akzeptiert, teilte die Polizei mit. Zugleich ließen die Behörden 3200 Flüchtlinge am Tag nach Deutschland weiterreisen. Sobald diese Grenzen erreicht seien, würden die Grenzen geschlossen, hieß es.

Als Reaktion auf das Vorgehen Österreichs machen auch die Länder entlang der Balkanroute ihre Grenzen für Flüchtlinge dicht: Serbien schloss am Freitag die Grenze zu Mazedonien, Mazedonien wiederum seine Grenze zeitweise zu Griechenland. Die griechische Regierung kritisierte die anhaltende Weigerung vieler EU-Staaten zur Aufnahme von Flüchtlingen scharf.     

dpa

Deutschland / Welt Protest gegen Asylunterkunft in Sachsen - Neues Video zeigt rabiaten Einsatz der Polizei

Ein Polizist zerrt einen Jungen aus einem Bus, der Mob jubelt: Nachdem in Sachsen eine Menschenmenge gegen Flüchtlinge pöbelte, rückt ein neues Video das Verhalten der Polizei in ein schlechtes Licht. Ein Beamter ging rabiat vor – nicht gegen die Pöbler, sondern gegen einen Flüchtlingsjungen.

19.02.2016

Aufregung im Bundestag: Der niedersächsische Bundestagsabgeordnete der Linken, Diether Dehm, beschäftigt den früheren RAF-Terroristen Christian Klar (63) in seinem Bundestagsbüro. "Er macht nur die Technik", sagte Dehm auf besorgte Anfragen. Einen Hausausweis bekommt Klar nicht.

19.02.2016

Der Gipfel der Staats- und Regierungschefs der EU hat noch kein Ergebnis in der Flüchtlingskrise gebracht. Nun soll es einen erneuten Sondergipfel Anfang März geben. Auch mit Großbritannien wurde es des möglich "Brexit" bis tief in die Nacht verhandelt. Der Gipfel in der Übersicht.

19.02.2016