Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Deutschland / Welt Luftangriff auf Wohngebiet in Donezk
Mehr Welt Politik Deutschland / Welt Luftangriff auf Wohngebiet in Donezk
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:36 06.08.2014
Aus Donezk floh bereits ein Großteil der Zivilbevölkerung aus Angst vor den Kämpfen. Quelle: dpa
Donezk

Die Rebellenhochburg Donezk im Osten der Ukraine ist in der Nacht zum Mittwoch aus der Luft angegriffen worden. Es habe keine Opfer gegeben, teilte die Stadtverwaltung mit. Ein Geschoss habe in einem Wohngebiet einen vier Meter breiten und eineinhalb Meter tiefen Krater in einer Straße hinterlassen. Dabei sei auch eine Gasleitung beschädigt worden. Zudem werde ein Blindgänger vor Ort entschärft. Unklar war zunächst, wer für den Angriff verantwortlich war.

Es handelte sich um den ersten Luftangriff auf Donezk, seitdem die Armee im Mai den Flughafen am Rand der Stadt bombardiert hatte, um die prorussischen Separatisten von dort zu vertreiben. Die ukrainische Armee führt derzeit eine Offensive zur Rückeroberung der Großstadt. Ein Sprecher des ukrainischen Militärs sagte am Mittwoch, die Truppen bereiteten sich auf die „Befreiung“ von Donezk sowie die Eroberung von Lugansk und Gorliwka vor, die ebenfalls von den Rebellen kontrolliert werden.

Am Dienstag hatten sich Regierungstruppen und Rebellen in mehreren Vororten von Donezk schwere Gefechte geliefert. Mindestens drei Zivilisten wurden nach Angaben der Stadtverwaltung vom Mittwoch bei den Kämpfen getötet. Zehntausende Einwohner sind aus Angst vor den Kämpfen bereits aus Donezk geflohen.

Innerhalb von 24 Stunden starben bei Kämpfen mit prorussischen Rebellen im Osten der Ukraine zudem mindestens 18 Soldaten, wie das Militär am Mittwoch mitteilte. Nach Angaben von Armeesprecher Andrej Lyssenko wurden dabei außerdem 54 Soldaten verletzt.

Das ukrainische Militär versucht seit Wochen, die Rebellen aus ihren Hochburgen im Osten des Landes zu vertreiben. Zwar gelang es der Armee, Slawjansk, Mariupol und andere kleinere Städte zurückzuerobern, doch geriet die Offensive angesichts der heftigen Gegenwehr der Rebellen immer wieder ins Stocken.

afp

Edward Snowden hat den USA mit seinen Enthüllungen schwer zugesetzt. Gibt es jetzt noch einen Whistleblower, der ähnlich zuschlägt?

06.08.2014

In Nahost sollen mindestens drei Tage lang die Waffen schweigen. Während dieser Zeit verhandeln Israel und Palästinenser in Kairo indirekt über eine dauerhafte Einstellung der Kämpfe.

05.08.2014

2010 überraschte Roland Koch CDU-Chefin Merkel mit seinem Wechsel in die Wirtschaft. Damals befürchteten einige Christdemokraten eine Schwächung des konservativen Flügels. CSU-Chef Seehofer wünscht sich nun Kochs Comeback. Insgesamt sind die Reaktionen aber verhalten.

05.08.2014