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Deutschland / Welt Libyen schickt Schiff mit Hilfsgütern Richtung Gazastreifen
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21:20 10.07.2010

Libyen hat am Sonnabendabend ein Schiff mit Hilfsgütern und Medikamenten in Richtung Gazastreifen geschickt. Der unter moldawischer Flagge fahrende Frachter „Amalthea“ ist nach Angaben der griechischen Küstenwache am Sonnabend vom griechischen Hafen Lavrion ausgelaufen. Wie es aus Kreisen des Athener Außenministeriums hieß, werde der Frachter aber nicht versuchen, die israelische Seeblockade um das Palästinensergebiet zu durchbrechen.

Stattdessen soll das Schiff den ägyptischen Hafen von El Arisch im Norden der Sinai-Halbinsel anlaufen. Von dort aus sollen die Hilfsgüter ins nahe gelegene Gaza gebracht werden, hieß es. Lavrion liegt etwa 70 Kilometer östlich von Athen. Die Fahrt bis El Arisch soll etwa drei Tage dauern.

Das Schiff fährt im Auftrag der libyschen Hilfsorganisation „Gaddafi International Charity and Development Foundation Association“. Die Wohltätigkeitsorganisation wird von Seif al-Islam al-Gaddafi, einem Sohn des libyschen Revolutionsführers Muammar al-Gaddafi, geleitet. Das Schiff habe 2000 Tonnen Medikamente und andere Hilfsgüter sowie Medikamente geladen. An Bord seien 27 Menschen. Außer der 12-köpfigen Besatzung seien 13 libysche Aktivisten, ein nigerianischer und ein syrischer an Bord, berichtete der griechische Rundfunk.

Ende Mai hatte eine internationale Gaza-„Solidaritätsflotte“ erfolglos versucht, die von Israel verhängte Seeblockade vor dem Gazastreifen zu brechen. Bei der Erstürmung des türkischen Schiffes „Mavi Marmara“ durch die israelische Marine wurden neun Menschen getötet. Der tödliche Zwischenfall war in vielen Ländern scharf kritisiert worden. Israel hatte die Blockade des von der radikalen Hamas-Bewegung kontrollierten Gazastreifens daraufhin gelockert.

Der libysche Staatschef Gaddafi hält die Zwei-Staaten-Lösung für Israel und die Palästinenser für unrealistisch. Er befürwortet die Gründung eines gemeinsamen Staates für Juden und Araber.

dpa

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