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Deutschland / Welt Lafontaine kann sich Rückkehr in die Politik vorstellen
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12:22 06.04.2011
Oskar Lafontaine könnte bald nach Berlin zu den Linken zurückkehren. Er hat den Krebs besiegt. Quelle: dpa (Archivbild)

Der frühere Linke-Vorsitzende Oskar Lafontaine kann sich eine Rückkehr in die Bundespolitik vorstellen. „Er schließt es für Notsituationen nicht aus“, sagte der Bundestagsfraktionschef Gregor Gysi am Mittwoch in Berlin. Im Augenblick habe Lafontaine aber nicht die Absicht, ein bundespolitisches Spitzenamt zu übernehmen.

Was eine Notsituation ist, wollte Gysi nicht sagen. Er selbst sehe eine solche Lage derzeit nicht, betonte er. Der Fraktionschef berief sich bei seinen Aussagen auf ein Gespräch, das er mit Lafontaine über die Lage der Partei geführt hat.

Lafontaine hatte sich im vergangenen Frühjahr wegen einer Krebserkrankung vom Parteivorsitz zurückgezogen. Seitdem führen Gesine Lötzsch und Klaus Ernst die Partei. Die Doppelspitze ist innerparteilich umstritten. Nach den Wahlniederlagen der Linken in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz waren Spekulationen über eine Rückkehr Lafontaines wieder hochgekocht.

Der saarländische Landtagsfraktionschef hatte erst Mitte März erklärt, dass er sich von seiner Erkrankung erholt hat. Spekulationen über eine Rückkehr in die Bundespolitik trat er selbst in Interviews aber entgegen. Er wolle zwar in Wahlkämpfen aktiv sein, habe aber keine darüber hinaus gehenden Ambitionen, sagte er.

Lafontaine lehnte am Mittwoch über eine Sprecherin eine Stellungnahme zu den Äußerungen Gysis ab. Der 67-jährige führte die Partei nach der Gründung 2007 zusammen mit Lothar Bisky drei Jahre lang. Die beiden wirkten auch maßgeblich an dem Entwurf für das neue Parteiprogramm mit, das in diesem Herbst beschlossen werden soll.
dpa

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