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Deutschland / Welt Kurden bitten Präsident Assad um Unterstützung
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09:47 26.01.2018
Die Moschee der grenznahen syrischen Stadt Kilis wurde am Mittwoch vom türkischen Militär teilweise zerstört. Quelle: AP
Damaskus

Seit Samstag attackiert die türkische Armee die Kurden in Nordsyrien. Nun bat die autonome, von Kurden geführte Verwaltung der Region Afrin die Zentralregierung in Damaskus um Hilfe: „Wir rufen den syrischen Staat auf, seinen hoheitlichen Aufgaben in Afrin nachzukommen und seine Grenzen zur Türkei vor Angriffen der türkischen Besatzer zu beschützen - und seine Streitkräfte einzusetzen“, heißt es in einem Statement der Verwaltung, das sie auf ihrer Website veröffentlichte und aus dem die Nachrichtenagentur Reuters zitiert.

Die Kleinstadt Afrin liegt im Norden Syriens. Im Laufe des Krieges war es kurdischen Einheiten gelungen, große Gebiete entlang der gesamten Länge der türkisch-syrischen Grenze einzunehmen. Lediglich Afrin ist durch ein von Rebellen kontrolliertes Gebiet vom Rest der kurdisch kontrollierten Gebiete abgeschnitten. In der Region leben nach UN-Schätzungen rund 324.000 Menschen.

Mehrere Parteien im nordsyrischen Konflikt

Im Krieg gründeten die Kurden die drei „autonomen Kantone“ Afrin, Kobane und Dschasira, die sich selbst verwalten sollten. Die türkische Regierung hatte wiederholt gedroht, dass sie einen Kurdenstaat in Nordsyrien nicht dulden werde. Die Kurden bewohnen große zusammenhängende Gebiete in der südlichen Türkei, dem Nordirak und Nordsyrien.

Seit Jahren ist Nordsyrien ein Kampfplatz mit Akteuren verschiedener Interessen, dessen Gemengelage sich durch den Syrien-Krieg ohnehin noch verkompliziert hat. Während die Freie Syrische Armee seit 2011 der bewaffnete Arm von Teilen der syrischen Opposition darstellt, bezeichnet die YPG das militärische Lager der syrisch-kurdischen Partei PYD, die nach Selbstverwaltung im Nordosten des Landes strebt. Auf der Seite der Armee von Präsident Assad mischen auch der Iran sowie Russland mit, wobei Moskau im Syrien-Konflikt eine Mittlerrolle zukommt. Die USA und die Türkei spielen vor Ort eine oppositionelle Rolle gegenüber Machthaber Assad, wobei das Verhältnis der Türkei zu Washington durch die Militäroffensive Erdogans stark beschädigt wurde.

Von RND/krö/dpa

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