Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Deutschland / Welt Jemens Präsident Salih will nur nach Wahlen abtreten
Mehr Welt Politik Deutschland / Welt Jemens Präsident Salih will nur nach Wahlen abtreten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:59 25.04.2011
Jemens Präsident Ali Abdullah Salih. Quelle: dpa

Der Präsident des Jemen, Ali Abdullah Salih, will nur nach Wahlen abtreten. Dem britischen Sender BBC sagte Salih am Sonntag, eine Machtübergabe könne nur nach Wahlen erfolgen. An den Urnen werde sein Nachfolger bestimmt. Nach Regierungsangaben hatte der Präsident zuvor einen Kompromissvorschlag der arabischen Golfstaaten akzeptiert, der seinen Rücktritt binnen 30 Tagen vorsieht.

Salih nannte die monatelangen Proteste gegen seine 32 Jahre dauernde Herrschaft einen „Coup“. Die Macht könne nur durch Wahlen oder Referenden übergeben werden. Dazu würden internationale Beobachter eingeladen. Salih sagte, islamistische Extremisten hätten die Protestbewegung infiltriert. In diesem Zusammenhang nannte er das Terrornetzwerk Al Kaida.

Salihs Annahme des Plans des Golfkooperationsrates war von vielen als Finte und Hinhaltetaktik angesehen worden, mit der Salih bis zur Wahl 2013 an der Macht bleiben will. Der Vorschlag hätte Salih und seiner Familie und seinen Getreuen im Gegenzug für einen Rücktritt Straffreiheit zugestanden. Dieser Teil des Abkommens war von Gegnern Salihs als inakzeptabel zurückgewiesen worden.

Seit Monaten demonstrieren Regimegegner im Jemen gegen Salih. Dabei starben bis weit mehr als 100 Menschen.

dpa

Mehr zum Thema

Nach Einschätzung der UN haben die gewaltätigen Auseinandersetzungen im Jemen das Potenzial die gesamte Region zu gefährden. Bei neuen Protesten gegen das Regime waren wieder Todesopfer zu beklagen.

20.04.2011

Noch 2011 soll im Jemen ein neuer Präsident gewählt werden. Der derzeitige Amtsinhaber Salih regiert das verarmte Land seit 32 Jahren - und will Medienberichten zufolge nicht mehr kandidieren. Salih war durch Proteste unter Druck geraten.

23.03.2011

Jemens Präsident Ali Abdullah Salih hat seine Gegner vor einem Bürgerkrieg gewarnt und gleichzeitig angeboten, früher als geplant abzutreten. „Diejenigen, die über einen Putsch an die Macht gelangen wollen, sollten wissen, dass dies ausgeschlossen ist. Unser Land wird instabil sein, es wird einen Bürgerkrieg geben, einen blutigen Krieg. Sie sollten vorsichtig sein und dies bedenken.“

22.03.2011

Wer führt den Berliner Senat nach dem 18. September? Rot oder Grün, Wowereit oder Künast? Auch Parteienforscher wagen kaum eine Prognose. CDU und Linke können vielleicht mitregieren, aber nicht den Regierungschef stellen.

25.04.2011

Aus einem Gefängnis in der südafghanischen Stadt Kandahar sind mehr als 540 Häftlinge ausgebrochen, darunter zahlreiche Mitglieder der radikalislamischen Taliban.

25.04.2011

Die Nato hat bei nächtlichen Angriffen auf die libysche Hauptstadt Tripolis Gebäude in dem vom Diktator Muammar al-Gaddafi benutzten Areal getroffen. Dabei wurden mehrere Gebäude schwer beschädigt.

25.04.2011