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Deutschland / Welt Jeder Zweite fühlt sich unsicherer als früher
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09:33 12.07.2017
Am 19. Dezember verübte der Terrorist Anis Amri den bisher schwersten islamistischen Anschlag in Deutschland. 12 Menschen starben auf den Breitscheidplatz, als Amri einen Lkw in die Menschenmenge steuerte. Quelle: dpa
München

Nach den Terroranschlägen der vergangenen zwei Jahre fühlt sich jeder Zweite in Deutschland unsicherer als zuvor. Tendenziell ist die Unsicherheit im Osten etwas größer, hier sind es 53 Prozent, im Westen 50 Prozent. Das ergab eine Umfrage des Instituts YouGov Deutschland im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur. Frauen reagierten erheblich besorgter als Männer. 57 Prozent fühlten sich etwas oder deutlich unsicherer, bei den Männern waren es nur 44 Prozent.

Immerhin 40 Prozent der Befragten - 46 Prozent der Männer und 35 Prozent der Frauen - gaben an, ihr Sicherheitsgefühl sei unverändert.

Nach den Anschlägen von Paris, Brüssel und Nizza hatte der Terror im vergangenen Jahr auch Deutschland erreicht: Mit einer Axt und dem Ruf „Allahu Akbar“ („Gott ist groß“) ging am 18. Juli ein Flüchtling in einer Regionalbahn bei Würzburg auf Fahrgäste los und verletzte fünf Menschen. Am 24. Juli zündete in Ansbach beim ersten islamistischen Selbstmordanschlag auf deutschem Boden ein syrischer Flüchtling eine Rucksackbombe, verletzte 15 Personen und kam selbst ums Leben. Im Dezember verübte Anis Amri einen Anschlag auf dem Breitscheidplatz. 12 Menschen starben.

Mehr als die Hälfte der Bundesbürger (56 Prozent) glaubt, dass die Menschen lernen müssen, mit Terroranschlägen in Deutschland zu leben. Die künftige Anschlagsgefahr schätzen die meisten als hoch ein. Vier von fünf Menschen (84 Prozent) sehen eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass islamistische Extremisten in den nächsten zwölf Monaten in Deutschland ein Attentat verüben. Jeder Zweite (50 Prozent) rechnet mit rechtsextremen Anschlägen. 43 Prozent halten Gewalttaten seitens Linksextremer für möglich.

Analog zu dieser Gefahreneinschätzung wünschen die Menschen vor allem mehr Maßnahmen gegen islamistische Gewalt. 70 Prozent sind der Meinung, die Bundesregierung tue nicht genug gegen den islamistischen Terror. 57 Prozent finden, es werde nicht ausreichend gegen Gewalt von rechten Extremisten vorgegangen. 51 Prozent sehen die Maßnahmen gegen Gewalt von Links als unzureichend an.

Von RND/dpa

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