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Deutschland / Welt Israel stürmt „Solidaritätsflotte“ - Tote und Verletzte
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19:04 31.05.2010

Die Schiffe hatten sich nach Angaben von „Free Gaza“- Sprecherin Audrey Bomse ganz klar in internationalen Gewässern befunden.

Die israelische Armee verhängte eine Nachrichtensperre. Demnach darf aus Israel nicht über die Zahl der Toten und Verletzten berichtet werden. Die Boote werden zurzeit in den Hafen von Haifa geschleppt. Der arabische Fernsehsender Al-Dschasira berichtete, von dem gestürmten Boot seien sieben Verletzte in ein Krankenhaus nach Haifa geflogen worden. Ein Mensch soll schwer verletzt sein.

Ein israelischer Armeesprecher wollte auf Anfrage den Einsatz sowie Opferzahlen weder dementieren noch bestätigen. „Israelische Quellen“ gaben unter der Bedingung, ihre Namen nicht zu nennen, an, dass die Boote der „Solidaritätsflotte“ die Wahl gehabt hätten umzudrehen oder ihre Hilfsgüter im Hafen von Aschdod zu löschen.

Hunderte Elitesoldaten waren den Angaben zufolge im Morgengrauen um 4.30 Uhr von Helikoptern und Schnellbooten an Bord des türkischen Schiffes IHH gekommen. Nach Angaben des israelischen Armeerundfunks sollen die Aktivisten versucht haben, den Soldaten die Waffen zu entreißen.

Die Organisatoren von „Free Gaza“ werfen dem Kommando vor, das Feuer auf unbewaffnete Passagiere eröffnet zu haben. Die Soldaten sollen auch Tränengas eingesetzt haben. Nach israelischen Medienberichten wurde der israelische Botschafter in der Türkei in das dortige Außenministerium einbestellt.

Israel hatte in den vergangenen Tagen mehrfach angekündigt, die rund 700 pro-palästinensischen Aktivisten unter allen Umständen daran zu hindern, rund 10 000 Tonnen Hilfsgüter direkt in den Gazastreifen zu liefern.

Israel hat das kleine Palästinensergebiet am Mittelmeer nach Machtübernahme der radikalen Hamas-Organisation im Juni vor drei Jahren nahezu vollständig von der Außenwelt abgeriegelt. Israel hatte den Aktivisten angeboten, die Hilfsgüter im Hafen von Aschdod zu löschen. Die Hamas bezeichnete die Übernahme des Hilfsbootes als barbarischen Akt.

dpa

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