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Deutschland / Welt Iranischer Atomphysiker Amiri wieder zu Hause
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09:41 15.07.2010
Shahram Amiri mit seinem Sohn Amir Hossein. Quelle: ap

Nach seiner mysteriösen Odyssee ist der iranische Atomphysiker Sharam Amiri am Donnerstag in seiner Heimat angekommen. Für den strahlenden Amiri gab es am Flughafen von Teheran einen großen Empfang - neben Frau, Sohn und Eltern war auch der stellvertretenden Außenminister Hassan Ghashgavi zur Begrüßung des Heimkehrers erschienen. In den Staatsmedien wurden Bilder Amiris mit zum Victory-Zeichen erhobener Hand am Flughafen gezeigt.

In einer kurzen Erklärung warf er dem US-Geheimdienst CIA vor, hinter seiner angeblichen Entführung zu stehen. Der Atomwissenschaftler war monatelang unter mysteriösen Umständen verschwunden gewesen. Amiri war nach Angaben der iranischen Regierung im Juni 2009 während einer Pilgerfahrt in Saudi-Arabien verschleppt und in die USA gebracht worden.

„Dort wurde ich zwei Monate lang von amerikanischen und israelischen Verhörspezialisten körperlich und geistig gefoltert“, sagte Amiri. Er sei gezwungen worden, zu sagen, dass er freiwillig in die USA gekommen sei, um geheime Informationen über das militärische Atomprogramm des Irans zu verraten. „Sie drohten mir, mich ansonsten nach Israel zu überstellen“, sagte der iranische Atomwissenschaftler.

US-Medien hatten berichtet, der ehemalige Mitarbeiter der iranischen Atombehörde habe für den US-Geheimdienst CIA gearbeitet und sei übergelaufen. Zu der Verwirrung hatte Amiri später selbst mit widersprüchlichen Aussagen beigetragen. So soll der 32-Jährige in einem Video erklärt haben, er sei von der CIA und saudischen Agenten gekidnappt worden, dann erschien ein Video, in dem er schilderte, dass er in Freiheit in Arizona lebe, und schließlich tauchte ein Video auf, in dem er behauptete, er sei seinen Entführern entkommen.

Am Montag war der Iraner dann überraschend in der pakistanischen Botschaft in Washington aufgetaucht, die in den USA die Interessen Teherans vertritt. US-Außenministerin Hillary Clinton hatte am Dienstag gesagt, Amiri sei freiwillig in die USA gekommen.

dpa

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