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Deutschland / Welt Indiens Regierungschef Modi besucht Pakistan
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22:46 25.12.2015
Premierminister Nawaz Sharif (links) und Indiens Premierminiser Narenda Modi am Freitag in Lahore. Quelle: afp
Lahore

Der pakistanische Außenstaatssekretär Aizaz Ahmad Chaudhry sagte anschließend, die Gespräche hätten in "herzlicher" Atmosphäre stattgefunden. Modi habe Sharif, der am Freitag 66 Jahre alt wurde, auch zum Geburtstag gratuliert. Beide Politiker seien sich darüber einig gewesen, dass es sehr wichtig sei, die Position des jeweils anderen zu verstehen, "so dass sich die Türen des Wohlstands" für beide Völker öffnen könnten. Die Gespräche zwischen den früheren Erzfeinden sollten Mitte Januar in Islamabad auf Außenministerebene fortgesetzt werden.

Modi hatte am Morgen überraschend mitgeteilt, er freue sich darauf, sich auf dem Rückweg von einem Besuch in Afghanistan mit Premierminister Sharif zu treffen. Bei einer Rede im afghanischen Parlament in Kabul sagte Modi, für den Fortschritt Afghanistans sei eine engere Zusammenarbeit zwischen Indien, Pakistan und anderen Nachbarstaaten nötig. Zugleich versetzte er Pakistan einen Seitenhieb. Einen Erfolg in Afghanistan werde es nur geben, "wenn der Terrorismus nicht länger über die Grenze" komme. Die Stammesgebiete an der afghanisch-pakistanischen Grenze gelten als Rückzugsort für Extremisten.

Modi hatte nach seinem Amtsantritt im Mai vergangenen Jahres die Initiative ergriffen, um das angespannte Verhältnis zu dem Rivalen Pakistan zu verbessern. So lud er Sharif zu seiner Amtseinführung ein. Bislang gelang jedoch keine Annäherung zwischen den beiden Atomwaffenstaaten. Zuletzt sprach Modi am 30. November am Rande des UN-Klimagipfels bei Paris mit Sharif. Das Verhältnis von Indien und Pakistan ist seit der Unabhängigkeit von Großbritannien 1947 angespannt. Seit der Aufteilung des Subkontinents führten Indien und Pakistan drei Kriege gegeneinander, umstritten blieb besonders die Region Kaschmir. Ein weiterer Streitpunkt sind die Anschläge in Mumbai vom November 2008, bei denen 166 Menschen getötet wurden. Die indische Regierung warf Islamabad wiederholt vor, den Hintermännern der Anschläge Unterschlupf zu gewähren. Als die pakistanischen Behörden im April den mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge, Zaki-ur-Rehman Lakhvi, gegen Kaution freiließen, wurde dies von Indien scharf kritisiert.

dpa

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