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Deutschland / Welt Indien richtet mutmaßlichen Terroristen hin
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11:46 30.07.2015
12 Jahre nach der Tat wurde Yakub Memon hingerichtet. Hunderte demonstrierten gegen die Hinrichtung. Viele sehen in ihm ein Bauernopfer. Quelle: Farooq Khan/dpa
Neu-Dehli

Bei den Bombenattacken 1993 auf eine Reihe von Einrichtungen wie die Börse und das Air-India-Büro wurden 257 Menschen getötet und Hunderte verletzt. Der Anschlag soll eine Racheaktion für ein Massaker an Muslimen einige Monate zuvor gewesen sein.

Ein Gericht verurteilte Memon 2007 wegen der Finanzierung des Attentates zum Tode. Alle Einsprüche gegen seine Exekution scheiterten.

Indien sieht für "außergewöhnlich grausame Verbrechen" die Todesstrafe vor, vollstreckt sie jedoch nur noch selten. Seit 2004 wurden drei zur Höchststrafe Verurteilte gehängt. Vor kurzem kassierte das Oberste Gericht des Landes einige Todesurteile und wandelte sie in lebenslange Haftstrafen um. Prominente Juristen machen sich für eine Abschaffung der Todesstrafe stark.

Der 53-jährige Memon war der einzige von insgesamt elf Angeklagten, der zum Tode verurteilt blieb. Bei allen anderen wurde das Strafmaß später in lebenslange Haft umgewandelt. Bei Memon hatte es etliche Einsprüche gegeben, auch in seinem Falle Milde zu zeigen und die Todesstrafe nicht zu vollstrecken. Viele sehen ihn als Bauernopfer für seinen Bruder Tiger, der zusammen mit dem Unterwelt-Boss Dawood Ibrahim als wahrer Drahtzieher der Anschläge gilt. Dawood und Tiger sind seit 1993 untergetaucht.

epd

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