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Deutschland / Welt Im Kaisersaal nimmt Merkel Kurs auf Jamaika
Mehr Welt Politik Deutschland / Welt Im Kaisersaal nimmt Merkel Kurs auf Jamaika
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17:04 20.10.2017
Die Union, Grüne und FDP könnten sich zusammenraufen und eine Regierungskoalition bilden. Quelle: dpa
Berlin

Wenn Angela Merkel im Kaisersaal der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft Platz nimmt zu ihrem wohl größten politischen Experiment, sitzt rechts von ihr Horst Seehofer. Kanzlerin und CSU-Chef können den Jamaika-Chefunterhändlern von FDP und Grünen direkt in die Augen blicken.

Merkels Gegenüber auf Platz 10 der langen Seite des Verhandlungs-Rechtecks ist FDP-Chef Christian Lindner. Der CSU-Chef sitzt auf Platz 11 und ihm vis-à-vis Katrin Göring-Eckardt, Fraktionschefin der bisherigen CSU-Lieblings-Gegner von den Grünen.

Der Sitzplan im größten und repräsentativsten Saal des früheren Reichstagspräsidentenpalais’ ist politisch fein austariert. Merkel hat das Licht im Rücken, sie sitzt mit ihren Vertrauten und der CSU an der Fensterfront. Verhandlungsprofis halten das für einen Vorteil, weil man nicht ins Gegenlicht blinzeln muss. Mit dem Rücken zur Wand sitzen in der Runde der 52 Verhandler die acht FDP-Unterhändler direkt neben den Grünen. CSU und Grüne - bisher wie Feuer und Wasser - sind jedenfalls laut Sitzplan zu größerer Nähe als früher verdammt.

CSU und Grüne müssen zusammenrücken

Weil der Platz nicht reicht, müssen zwei CSUler sogar in eine Reihe mit den Grünen rücken: Entwicklungsminister Gerd Müller sitzt Schulter an Schulter mit Agnieszka Brugger. Müller dürfte das nicht stören: Er gilt als CSU-Mann mit wenig politischen Berührungsängsten.

Was nach der Begrüßung durch die Kanzlerin folgt, beschreiben Insider als typisch Merkel’sches Verfahren für den Start in schwierige Verhandlungen. Alle Seiten sollten in großer Runde erst nochmal ihre Hauptprobleme benennen. Generalaussprache sozusagen. Dafür gibt es ein ausgeklügeltes Verfahren. Die Generalsekretäre Peter Tauber (CDU), Nicola Beer (FDP) und Grünen-Parteimanager Michael Kellner haben sich erst am Donnerstagabend auf die zwölf zentralen Themenblöcke geeinigt.

Die sollten nun am Freitag nacheinander aufgerufen werden. In einer Art Impuls-Statement hat pro Partei ein Unterhändler 3, 4 Minuten lang Zeit, pro Block die wichtigsten Punkte zu referieren. Nur 20 Minuten sind für die einzelnen Ober-Themen eingeplant - ganz schön wenig angesichts der vielen Knackpunkte, die es gibt.

Von dpa/RND

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