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Deutschland / Welt „Ich bin kein russischer Spion“
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12:28 29.12.2017
Der US-amerikanische Whistleblower Edward Snowden während des 34. Chaos Communication Congress (34c3) auf einer Videowand. Quelle: dpa
Leipzig

Der Applaus war groß, als der frühere NSA-Mitarbeiter und Whistleblower Edward Snowden am Donnertagabend auf dem Bildschirm auftauchte. Zuvor hatte der Menschenrechtsanwalt Richard Tibbo auf der Bühne gesprochen. Der Jurist hatte die Flucht von Snowden aus dem „Mira Hotel“ in Hongkong organisiert, nachdem dieser im Juni 2013 an die Öffentlichkeit gegangen war.

Während US-Agenten ihn in der chinesischen Sonderverwaltungszone suchten, versteckte der Jurist den Whistleblower bei seinen Mandanten – Flüchtlingen aus Sri Lanka und von den Philippinen. Snowden sagte, es gebe so viele Leute, die schlechte Dinge über Flüchtlinge verbreiteten. „Es sind einige der besten Menschen, die ich in meinem ganzen Leben getroffen habe. Sie hatten nichts und sie haben alles riskiert. Und das für jemanden, den sie nicht einmal kennen.“

Snowden musste sich auch einigen kritischen Fragen aus dem Publikum stellen. Als ein Konferenzbesucher wissen wollte, ob er in Hongkong offizielle Vertreter aus Russland getroffen habe, ging er nicht darauf ein und erklärte, die Frage nicht verstanden zu haben. Snowden wies aber erneut Vorwürfe zurück, dass er sei ein russischer Spion.

Es sei zwar wichtig, zu misstrauen und zu hinterfragen: Aber ergebe es Sinn, dass ein Typ, der ohne High-School-Abschluss Unmengen von Geld verdient habe, der bei der CIA und der NSA gearbeitet und mit einem wunderbaren Mädchen, das er liebt, auf Hawaii gelebt habe, dass dieser Typ sein Leben wegschmeiße, um nach Russland zu gehen - insbesondere mit dem Argument, er sei gegen Überwachung?

„Und wenn das der Fall sein sollte, und er ist ein russischer Spion - warum zum Teufel sollte er erst nach Hongkong gehen und nicht direkt nach Moskau?“, fragte Snowden. Er habe sich nicht einmal ausgesucht, in Russland zu landen. Und abschließend sagte er: „Danke fürs Hinterfragen, danke fürs skeptisch sein. Aber seid nicht verrückt.“

Von dpa/RND

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