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Deutschland / Welt IS-Terrormiliz erobert wichtiges Gasfeld
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09:20 10.12.2016
Ruinen der UNESCO-Kulturerbestätte und vom IS zerstörten Oasenstadt Palmyra (Archivbild vom März 2016). Quelle: Tass
Damaskus

Die Extremisten hätten nordwestlich der historischen Oasenstadt Palmyra in Zentralsyrien das Feld Dschihar erobert, meldeten die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und armeenahe Kreise am Sonnabend. Auch das IS-Sprachrohr Amak berichtete von dem Vormarsch der Terrormiliz.

Der IS hatte vor zwei Tagen eine Offensive in der Region um Palmyra begonnen. Mittlerweile seien die Extremisten von Süden her bis auf etwa acht Kilometer an die Oasenstadt herangerückt. Nach Angaben von Beobachtern lieferten sich IS-Kämpfer und die syrische Armee Kämpfe am Stadtrand. Der IS habe seinen Vormarsch direkt bis vor die Stadt fortgesetzt, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die oppositionsnahe Organisation beruft sich auf Informanten vor Ort, ihre Angaben sind von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen.

Syrische Regierungstruppen hatten Palmyra im März vom IS zurückerobert. Während der Herrschaft der Dschihadisten über die Stadt zerstörten sie zahlreiche einzigartige historische Kulturgüter aus den ersten Jahrhunderten nach Christus. Die Ruinen der früheren Handelsmetropole gehören zum Unesco-Weltkulturerbe.

EU weitet Sanktionen gegen Syrien aus

Angesichts der brutalen Offensive der syrischen Regierungstruppen auf Aleppo will die Europäische Union ihre Sanktionen gegen die Führung in Damaskus ausweiten. Die Liste der von Sanktionen betroffenen Personen und Organisationen solle ausgeweitet werden, kündigte die EU-Außenbeauftragte Mogherini an. Eine Aufnahme auf die Sanktionsliste bedeutet für die Betroffenen EU-Einreise- und Vermögenssperren. Erst Mitte November hatte die EU 17 weitere syrische Regierungsvertreter mit Sanktionen belegt. Damit stehen neben 69 Unternehmen und Organisationen insgesamt bereits mehr als 230 Syrer auf der EU-Sanktionsliste. Wie viele weitere Organisationen oder Regierungsvertreter nun hinzu kommen, müssen die 28 EU-Staaten konkret noch beschließen.

Von dpa/afp/RND