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Deutschland / Welt Hamburger Senat verliert Volksentscheid zur Schulreform
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22:55 18.07.2010
Anhängerinnen der Initiative "Wir wollen lernen" jubeln nach ihrem Sieg im Volksentscheid. Quelle: dpa

Nach Auszählung fast aller Stimmen lag die Initiative „Wir wollen lernen“ um den Anwalt Walter Scheuerl uneinholbar vorn. Insgesamt stimmten nach Auswertung von knapp 460.000 der rund 492.000 Stimmen rund 255.000 für den Erhalt vierjähriger Grundschulen. Für sechsjährige Primarschulen votierten dagegen nur rund 202.000 Hamburger. Ein wichtiger Teil der schwarz-grünen Schulreform ist damit gescheitert.

Die Wahlbeteiligung beim ersten verbindlichen Volksentscheid der Hansestadt lag bei 39 Prozent. 64.600 Menschen besuchten am Sonntag noch eines der rund 200 Abstimmungslokale. Die große Mehrheit - 427.000 Menschen - hatte sich per Briefabstimmung für oder gegen die Schulreform entschieden.

Der größte Teil von Hamburgs umfassendster Schulreform seit dem Zweiten Weltkrieg wird aber dennoch in Kraft treten. So wird es vom kommenden Schuljahr an nur noch zwei Typen weiterführender Schulen geben: Stadtteilschulen und Gymnasien. Beide Schulformen bieten alle Abschlüsse bis zum Abitur an, wobei die Hochschulreife an den Gymnasien nach insgesamt 12 Schuljahren, an den Stadtteilschulen nach 13 Jahren erreicht wird.

dpa

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