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Deutschland / Welt Großteil der Bundespolizisten ist frustriert
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11:23 08.04.2011
Über 80 Prozent der mehr als 4700 befragten Bundespolizisten beklagen sich, dass die physische und psychische Belastung durch den Schichtdienst erheblich sei. Quelle: dpa

Überstunden, Schichtdienste, wenig Aufstiegschancen und keine Zeit für die Familie: Ein Großteil der über 40.000 Bundespolizisten ist einer Gewerkschaftsstudie zufolge frustriert. Alarmierend findet die Gewerkschaft der Polizei (GdP), dass nur 39 Prozent der Befragten sich noch einmal für den Dienst in der Bundespolizei entscheiden würden.

GdP-Chef Bernhard Witthaut kritisierte am Freitag in Berlin:„Zunehmender Sozialabbau und unaufhörliches Reformieren von Organisationsstrukturen zulasten unserer Kollegen verstärken die Verdrossenheit.“ Er forderte Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) auf, die Probleme bei der Bundespolizei zur Chefsache zu machen.

Über 80 Prozent der mehr als 4700 befragten Bundespolizisten beklagen sich, dass die physische und psychische Belastung durch den Schichtdienst erheblich sei. Auch leiden neun von zehn Betroffenen darunter, dass sie oft lange Zeit in anderen Behörden oder Regionen fernab der Familie eingesetzt werden. Jeder zweite Bundespolizist war schon einmal in der Situation, sich zwischen Familie und Karriere entscheiden zu müssen.

dpa

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