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Deutschland / Welt Griechen demonstrieren gegen Rechtsextremismus
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09:26 17.09.2017
Tausende Menschen gingen in Athen auf die Straße. Quelle: imago/ZUMA Press
Athen

Vier Jahre nach dem Mord an einem linken Rapper durch einen Neonazi haben zahlreiche Menschen in Griechenland gegen Rechtsextremismus und Rassismus demonstriert. Im Zentrum Athens kam es in der Nacht zum Sonntag zu Ausschreitungen. Zunächst waren am Samstag Hunderte Menschen auf die Straßen gegangen und hatten ein Verbot der rechtsradikalen, rassistischen Partei Goldene Morgenröte und die Schließung der Büros gefordert, wie das Staatsfernsehen berichtete.

Seit zwei Jahren läuft ein Prozess gegen die Führung der Partei

Dann löste sich eine Gruppe von Linksautonomen aus der Demonstration und schleuderte mehrere Brandflaschen auf die Polizei. Dabei wurden mindestens zwei Autos beschädigt. Die Polizei setzte Blendgranaten und Tränengas ein, um die Randalierer auseinander zu treiben. Die Lage beruhigte sich am frühen Morgen wieder. Demonstrationen gegen Rechtsextremismus gab es auch in anderen Städten des Landes, teilte die Polizei am Sonntag weiter mit.

Vor vier Jahren war der 34-jährige Musiker Pavlos Fyssas von einem Mitglied der Goldenen Morgenröte erstochen worden. Der Mann gestand die Tat. Seit zwei Jahren läuft ein Prozess gegen die gesamte Führung der rechtsextremistischen Partei. Den Angeklagten werden Gründung einer kriminellen Vereinigung, Körperverletzung und illegaler Waffenbesitz vorgeworfen.

Von dpa/RND