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Deutschland / Welt Grenzmauer wird nur auf US-Seite schön
Mehr Welt Politik Deutschland / Welt Grenzmauer wird nur auf US-Seite schön
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11:56 19.03.2017
Auf über 1000 Kilometern wird die Grenze bereits mit einem Grenzzaun geschützt. Zudem gibt es Kameras, Drohnen und Tausende Grenzschutzbeamte, die patrouillieren. Quelle: dpa
Washington

Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hat die Pläne für den Bau einer Grenzmauer zu Mexiko konkretisiert. Ein Anforderungskatalog des US-Heimatschutzministeriums liegt nun vor, der Details über die Mauer preisgibt:

Trumps Prestigeprojekt soll zwischen 5,40 bis 9,10 Metern (18 und 30 Fuß) hoch und für Menschen unüberwindbar sein. Ein Teil soll mit Zement gebaut werden, ein zweiter Teil mit anderen Materialien.

Nur auf US-Seite soll die Mauer ästhetisch ansprechend gestaltet sein.

Die Mauer soll so robust gebaut sein, dass es auch mit schwerem Gerät mindestens eine Stunde dauern würde, um größere Beschädigungen auszulösen oder um Löcher in die Mauer hineinzubohren.

Geplant sind zudem spezielle Schleusen für den Grenzübertritt von Autos und Fußgängern. Im US-Wahlkampf hatte Trump versprochen, eine „große, schöne, mächtige Mauer“ bauen zu lassen, die von den Mexikanern bezahlt werde.

Die Grenzbefestigung soll durch starke Fundamente bis in mindestens 1,80 Meter Tiefe Tunnelbauten unter der Mauer erschweren.

Zunächst war von 15 Metern Höhe die Rede, nun sollen es „nur“ maximal rund neun Meter Höhe werden – und die Finanzierung ist noch in keiner Weise geklärt und gesichert.

Die rund 700 interessierten Firmen haben bis zum 29. März Zeit, um Vorschläge einzureichen. US-Schätzungen gehen von bis zu 21 Milliarden Dollar (19,5 Mrd Euro) an Kosten aus. Im Haushaltsentwurf der US-Regierung für 2017 und 2018 sind bisher insgesamt 4,3 Milliarden Dollar für die Mauer vorgesehen – Trump sieht das nur als Vorleistung, er will, dass am Ende Mexiko zahlt.

Möglicherweise könnte das auch indirekt geschehen, zum Beispiel über neue Strafzölle oder eine Besteuerung von Überweisungen von in den USA lebenden Mexikanern in die Heimat. Rund 25 Milliarden Dollar fließen pro Jahr über die sogenannten Remesas nach Mexiko zurück.

Von RND/dpa